21.11.2004, 15:13 Uhr
Die Abkürzung Pisa steht für "Programme for International Student Assessment". 41 Nationen hatten im Frühjahr 2003 an dem zweiten, weltweit größten Schulleistungstest teilgenommen - darunter alle 30 Industriestaaten, die in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammengeschlossen sind. Der erste Pisa-Test war im Jahr 2000.
Nicht nur Wissen überprüft
Pisa untersucht nicht nur das Wissen der Schüler, sondern auch ihre Fähigkeit, dieses Wissen bei der Lösung lebensnaher Aufgaben anzuwenden. Neben den Leistungen erfasst die Studie zugleich den familiären, sozialen und schulischen Hintergrund der Schüler. Außerdem werden Zusatzdaten erhoben über Motivation, Lernmethoden und Unterstützung durch die Lehrer.
Gesamte Studie wird im Herbst veröffentlicht
Die internationalen Ergebnisse der zweiten weltweiten Studie hat die OECD bereits im Dezember 2004 vorgestellt. Einen Teil der innerdeutschen Ergebnisse haben die Kultusminister offiziell an diesem Donnerstag in Berlin präsentiert. Die gesamte Studie - auch mit den Daten über die Förderung von Arbeiter- und Migrantenkinder - soll Ende Oktober oder Anfang November vorliegen. Der zweite Pisa-Test hatte erneut gezeigt, dass in keinem anderen Industrieland der Welt der Bildungserfolg so abhängig von der sozialen Herkunft ist wie in Deutschland.
Knapp 50.000 Schüler getestet
Für die zweite Pisa-Studie waren in Deutschland knapp 50.000 Schüler im Alter von 15 Jahren getestet worden. Weltweit arbeiten 300 Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter an der Erstellung und Auswertung des Tests. Die Federführung liegt bei der OECD in Paris. Für die innerdeutsche Pisa-Auswertung ist der Schulforscher Manfred Prenzel verantwortlich. Er ist Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel.
Infos im Internet
Infos über die Pisa-Studie gibt es im Internet unter www.ipn.uni-kiel.de und www.pisa.oecd.org.
Quelle: dpa
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