02.11.2011, 16:17 Uhr
Tausende Menschen sterben jedes Jahr, weil sie sich im Krankenhaus mit gefährlichen Keimen anstecken. Dass Babys in deutschen Kliniken wegen hygienischer Mängel sterben, passiert allerdings selten.
Oktober 2011: In einer Passauer Kinderklinik stirbt ein Säugling, der sich mit einem multiresistenten Keim angesteckt hatte. Überdies war der wenige Wochen alte Junge bereits seit seiner Frühgeburt schwer krank. Drei andere infizierte Babys überleben. Wie der Keim ins Krankenhaus kam, wird noch untersucht.
September 2011: Der Tod dreier Frühgeborener in einer Siegener Kinderklinik gibt den Ermittlern auch Wochen später noch Rätsel auf. Zwei der Babys starben an einer Blutvergiftung, Ursache waren laut Staatsanwaltschaft Bakterien. Der dritte Säugling wurde nicht obduziert. Die Kinder waren mit Grunderkrankungen in die Klinik gekommen. Die Untersuchungen dauern an.
August 2010: Auf der Intensivstation des Mainzer Uniklinikums sterben zwei Babys an einer verseuchten Nährlösung. Die Bakterien waren über eine vermutlich defekte Infusionsflasche in die Lösung geraten. Die genaue Quelle der Verunreinigung bleibt letztlich unklar, das Verfahren wird eingestellt. Ein drittes Baby stirbt an einer Vorerkrankung.
Quelle: dpa
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