Ein Tarnkappenbomber B-2 ist beim Start abgestürzt (Quelle: dpa)Auf der Pazifikinsel Guam ist am Samstag einer der hochmodernen B-2-Tarnkappenbomber der US-Luftwaffe beim Start abgestürzt. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten, wie der US-Luftwaffenstütztpunkt auf der südlichsten Marianen-Insel im Pazifik mitteilte. Sie seien wohlauf. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Es war der erste Absturz eines Tarnkappenbombers dieses Typs.
Nach Angaben der Online-Ausgabe der "Pacific Daily News" stieg eine Rauchwolke über dem Stützpunkt auf. Zahlreiche Menschen liefen zum Unglücksort. "Jeder hing an seinem Handy. Das erste, was jeder wissen wollte, war, ob die Piloten es rechtzeitig rausgeschafft haben", zitierte die Website einen Augenzeugen. Das Pentagon bestätigte den Absturz, machte aber keine weiteren Angaben. Eine Untersuchung zur Unglücksursache wurde eingeleitet.
Praktisch unsichtbar
Die US-Luftwaffe ist die einzige weltweit, die über die B-2-Tarnkappenbomber verfügt; derzeit sind es 20 Maschinen. Die Stealthbomber kamen erstmals während des Kosovo-Krieges 1999 zum Einsatz und wurden auch im Irak sowie in Afghanistan eingesetzt. Die 52 Meter langen Maschinen können mit Atomwaffen oder konventionellen Waffen bestückt werden und sind wegen ihres geringen Schadstoff-, Lärm- und Wärmeausstoßes für Radar und Infrarotsysteme des Gegners praktisch unsichtbar. Die Maschinen kosten rund 1,2 bis zwei Milliarden Dollar.
Der Absturz auf Guam war der zweite Unfall bei der US-Luftwaffe binnen weniger Tage. Am Mittwoch war ein US-Kampfpilot ums Leben gekommen, als zwei Jagdbomber vom Typ F-15C bei Übungsflügen vor der Küste Floridas kollidierten.