13.12.2011, 19:06 Uhr
Physiker haben in jahrzehntelanger Forschung eine Art Rezept für das Universum zusammengetragen. Es wird als Standardmodell bezeichnet und enthält als Zutaten etwa Quarks und Elektronen, aus denen sämtliche Atome der uns vertrauten Materie bestehen.
Jedes der insgesamt zwölf Elementarteilchen besitzt ein sogenanntes Anti-Teilchen, das die entgegengesetzte elektrische Ladung trägt. Im gegenwärtigen Standardmodell haben die Teilchen keine Masse. Ohne Masse wären jedoch alle Partikel schnell wie das Licht, es gäbe keine Zusammenballungen - keine Atome, keine Sterne, Planeten oder Menschen.
Um dieses Dilemma zu lösen, ersannen der britische Physiker Peter Higgs und Kollegen einen Mechanismus, der den Teilchen ihre Masse verleihen soll. Er wird oft verglichen mit einer Party, auf der ein Popstar erscheint. Die Partygäste bilden dabei das Higgs-Feld. Will der Popstar den Raum durchqueren, scharen sich sofort viele Fans um ihn und machen ihn damit langsamer - der Star gewinnt gewissermaßen an Masse.
Das Higgs-Teilchen ist in dieser Analogie das Gerücht, ein Popstar durchquere den Raum: Sofort sammeln sich Fans am vermeintlichen Aufenthaltsort des Stars. Dieses Gerücht pflanzt sich durch den Raum fort und verursacht damit eine wandernde Zusammenballung.
Quelle: dpa
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