16.07.2010, 15:08 Uhr
Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar will seinen Ministersessel für einen Jüngeren räumen (Foto: ddp)
Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) zieht sich aus seinem Amt zurück. "Nach insgesamt mehr als 15 Jahren Ministertätigkeit ist die anstehende Kabinettsbildung der richtige Zeitpunkt, den Platz neuen und jüngeren Kräften frei zu machen", erklärte Weimar in einer Mitteilung.
Den Zeitpunkt für seinen Rückzug habe er bewusst nach Fertigstellung des Sparhaushalts 2011 gewählt, teilte der 60-Jährige mit. Er habe noch mit "voller Autorität die Chefgespräche und die öffentliche Präsentation" führen wollen. Mit dem Haushalt seien die Weichen für einen ausgeglichenen Etat bis spätestens 2019 gestellt. Dies sei ein guter Zeitpunkt für die Übergabe des Stabes an einen neuen Minister.
Der bisherige Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zieht sich Ende August aus der Politik zurück. Ihm soll Volker Bouffier (CDU) folgen, bisher Innenminister. Neben Weimar wird auch Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) nicht für das Kabinett von Bouffier zur Verfügung stehen.
Weimar erklärte, er wolle Abgeordneter im Landtag bleiben. Seit 1999 führte er in Hessen das Finanzressort. Er werde das neue Kabinett von Bouffier "mit aller Kraft" unterstützen, erklärte er. Wer sein Nachfolger als Minister wird, ist noch unklar. Der bisherige Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer (CDU) gilt CDU-intern als möglicher Ministerkandidat.
Hessens CDU-Landtagsfraktionschef Christean Wagner würdigte die Verdienste Weimars und bedauerte seinen Rückzug. "Die persönliche Entscheidung von Karlheinz Weimar bedauern wir sehr, können jedoch die Beweggründe des dienstältesten Finanzministers Deutschlands nachvollziehen", erklärte Wagner.
Weimar zählte zu Kochs engsten politischen Weggefährten. Der Jurist war schon zwischen 1987 und 1991 Umweltminister unter dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten Walter Wallmann.
Quelle: dpa
Georg schrieb:
am 16. Juli 2010 um 18:40:56
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Weimar
Gute Arbeit, Herr Weimar. Ein ausgeglichener sollte auch auf Bundesebene bald einkehren. Aber nur wenn man Schwarz-Gelb auch die
nächsten 2 Legislaturperioden an der Macht lässt.
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Pocher schrieb:
am 16. Juli 2010 um 17:46:56
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Weimar
Das ist ja wohl höchste Zeit daß er seinen Hut nimmt. Stueraffäre mit seinen Parteifreunden die über Jahre keine Steuererklärung
abgeben mußten, Mobbing in Finazämtern wo gute Beamte mit falschen Gutachten, mit unter 40 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand gesetzt wurden. Alles unter Weimar, die Finazen in Hessen sollen ebenfalls sehr gelitten haben. Er ist gut versorgt und vielleicht noch ein Beibrot nebenher verdienen können.
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KONDI schrieb:
am 16. Juli 2010 um 17:38:39
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Weimar
Erstaunlich.Politiker,Bischhöfe+Top-Manager treten einfach zurück wenn sie keinen Bock mehr haben oder etwas zu vertuschen
ist.Können die so einfach aus ihren Arbeitsverträgen heraus?So von heute auf morgen alles hinschmeißen und gehen?
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