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Hessen-Wahl: Roland Koch darf auf Wiederwahl hoffen

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Roland Koch darf auf Wiederwahl hoffen

16.12.2008, 13:53 Uhr

Der geschäftsführende Ministerpräsident von Hessen hat derzeit gut lachen. (Quelle: dpa) Der geschäftsführende Ministerpräsident von Hessen hat derzeit gut lachen. (Quelle: dpa)

Gut vier Wochen vor den Neuwahlen in Hessen können CDU und FDP einer neuen Umfrage zufolge auf eine klare Mehrheit hoffen. Schwarz-Gelb kommt derzeit zusammen auf 55 Prozent der Stimmen: Für die CDU würden sich momentan 42 Prozent der Wähler entscheiden, für die FDP 13 Prozent. Dagegen stürzt die SPD auf 23 Prozent ab. Die Grünen kämen aktuell auf zwölf Prozent, die Linken auf sechs Prozent. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und der "Frankfurter Rundschau".



Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Amtsinhaber Roland Koch deutlich besser als sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel abschneiden. Gefragt, wen sie direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich in der Umfrage 44 Prozent für den CDU-Politiker Koch und nur 24 Prozent für Schäfer-Gümbel. Koch kann dabei die Anhänger der eigenen Partei (85 Prozent) sowie die der Liberalen (80 Prozent) nahezu geschlossen hinter sich vereinigen. Schäfer-Gümbel dagegen hat nur 44 Prozent der SPD- und 43 Prozent der Grünen-Wähler hinter sich.

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Ypsilanti weiterhin eine Reizfigur

Die gescheiterte Ex-Spitzenkandidatin und amtierende SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti ist unter den SPD-Anhängern umstritten: 56 Prozent von ihnen meinen, sie solle auch den Landesvorsitz abgeben, 39 Prozent wollen, dass sie bleibt. Unter den SPD-Wählern lehnen 65 Prozent eine Beteiligung der Linken an der Regierung ab, nur 30 Prozent von ihnen sind dafür. Zudem finden es 46 Prozent richtig, dass vier Abgeordnete Ypsilanti die Stimme verweigerten. Für falsch halten dies 52 Prozent. Ypsilanti hatte eine von den Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung angestrebt. Für die Forsa-Umfrage wurden vom 8. bis 12. Dezember 1005 Wahlberechtigte befragt.

Bürgerliche Mehrheit im Bund

Auch auf Bundesebene haben Union und Liberale in der Wählergunst der Deutschen derzeit eine Mehrheit von 50 Prozent. In der wöchentlichen Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL fiel die Union um einen Prozentpunkt auf 37 Prozent zurück. Dafür legte die FDP um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent zu. SPD und Grüne erreichten demnach zusammen 34 Prozent. Die SPD verbesserte sich leicht um einen Prozentpunkt auf 24 Prozent, die Grünen sanken von elf auf zehn Prozent. Die Linkspartei kam wie in der Vorwoche auf elf Prozent.

Leichte Verluste für die Kanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlor bei den Wählern an Vertrauen. Auf die Frage, wen die Deutschen direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich 47 Prozent für die CDU-Chefin, das sind vier Prozentpunkte weniger als in der Woche zuvor. Merkel liegt aber immer noch 22 Punkte vor SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der um zwei Prozentpunkte zulegt und derzeit auf 25 Prozent kommt.


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Quelle: AFP , dapd

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