30.01.2006, 11:13 Uhr
Der Einbürgerungstest Baden-Württembergs findet keine Nachahmer: Auch die hessische Landesregierung wolle "keinen Fragebogen machen", sagte Landes-Innenminister Volker Bouffier in der ARD.
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Hessen will Einbürgerungskurse
Statt dessen setzt Wiesbaden auf verpflichtende Einbürgerungskurse. "Ich möchte grundsätzlich für jeden Daueraufenthalt vorher verbindlich einen Integrationskurs", sagte CDU-Politiker Bouffier. Jeder, der Deutscher werden wolle, müsse sich ernsthaft mit den geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Grundlagen auseinandersetzen - "ob der nun aus Indien kommt, aus Ecuador oder aus einem arabischen Land: Es wird für alle die gleichen Grundbedingungen geben".
Bundesweit Kritik
Der Fragebogen aus Baden-Württemberg ist bundesweit auf scharfe Kritik gestoßen. Konkret wird bemängelt, dass er einseitig auf Moslems zugeschnitten sei und mit Fragen zur Sexualität die Privatsphäre berühre. In dem Test wird unter anderem gefragt, ob ein Mann seine Frau schlagen darf, wenn sie nicht gehorsam ist oder wie der Bewerber auf einen homosexuellen Sohn reagieren würde.
Schäuble: Regeln anerkennen
Innenminister Wolfgang Schäuble steht indes hinter dem Stuttgarter Gesprächsleitfaden. Dieser sei sachlich korrekt und sinnvoll, sagte der CDU-Politiker. Er stärke die Integration und damit die innere Sicherheit. "Wer unsere Regeln nicht anerkennen will, der muss auch nicht nach Deutschland kommen."
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