10.12.2010, 11:19 Uhr | Von Oliver Teutsch, dapd
Bei den Hells Angels hat es am Freitag in Hessen erneut eine Razzia gegeben. Mehrere Objekte der Rockerbande seien durchsucht worden, teilte das Hessische Landeskriminalamt (LKA) mit. Zudem wurden Wohnungen und Arbeitsplätze von Polizeibeamten durchsucht, die Kontakte zu den Hells Angels unterhielten.
Ein gezielter Verdacht richtet sich demnach unter anderem gegen einen Hauptkommissar des LKA. Der 50-Jährige soll polizeiliche Informationen gegen Bestechungsgeld weitergegeben haben.
Insgesamt richtet sich der Verdacht gegen fünf Polizeibeamte, die mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert sind. Neben dem 50-Jährigen werden auch zwei Beamte der Frankfurter Polizei verdächtigt. Über den Verdacht des Verrats von Dienstgeheimnissen hinaus soll es bei den Oberkommissaren im Alter von 36 und 33 Jahren Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gegeben haben. Eine 34 Jahre alte Beamtin des Polizeipräsidiums Frankfurt soll zudem mehrfach geringe Mengen an Drogen an einen 51-jährigen Kollegen weitergegeben haben.
Die Razzia am Freitagmorgen war aufgrund von Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften in Frankfurt und Darmstadt angeordnet worden. So wird den Hells Angels umfangreicher Drogenhandel vorgeworfen. Daher hatten die Ermittler ein großflächiges Areal im Landkreis Offenbach durchsucht, das als Anlaufstelle der Rockergruppierung gilt. Bereits in den vergangenen Wochen waren mehrere Drogenkuriere festgenommen und Amphetamine und Marihuana sichergestellt worden.
Wegen der Schüsse auf einen 45-Jährigen in Usingen im Taunus Mitte Oktober waren am Freitag zudem sieben Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet durchsucht worden, darunter die des Präsidenten und des Vizepräsidenten der Frankfurter Gruppierung der Hells Angels. Der 45-Jährige, der selbst Mitglied der Hells Angels ist, war im Oktober aus dem fahrenden Auto beschossen worden und hatte einen Durchschuss des Oberarms erlitten. Die Ermittler vermuten eine interne Bestrafungsaktion der Rockerbande.
Das LKA ermittelt zudem gegen einen Gastronom aus Wiesbaden. Der 40-Jährige wird des Waffenhandels verdächtigt und soll Verbindungen zu den Hells Angels unterhalten. Erst am 24. November hatte es eine Razzia bei Mitgliedern der Hells Angels gegeben, nachdem mehrere der Rocker einen anderen Motorradclub überfallen und ausgeraubt hatten.
Quelle: dapd
Melli schrieb:
am 10. Dezember 2010 um 15:49:59
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Gewalt hat Kultstatus in Deutschland
Bandidos und Hells Angels sind inzwischen so etwas wie ein Staat im Staate geworden. Soll doch keiner so
naiv sein zu glauben, durch so ein bisschen Polizeiaktion lassen die sich stark beeindrucken. Rauschgift, Puffs, Erpressund - das sind so die Einnahmequellen dieser Herren. Die Kriminalität hat in Deutschland inzwischen Kultstatus. Klauen und Erpressen ist besser als malochen. Und kriegste noch Stütze obendrein.
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