21.01.2011, 13:57 Uhr
In Nordrhein-Westfalen waren dioxinbelastete Proben aufgetaucht (Foto: dpa)
Staatliche Lebensmittelchemiker in Münster haben die Quelle für das in Tierfutter entdeckte Dioxin gefunden. "Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit stammt das Dioxin aus Vorstoffen, die zur Biodieselproduktion dienen", sagte Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Dabei würden Altfette wie Frittierfett gereinigt und destilliert.
So seien die bislang unbekannten Dioxinmuster entstanden. Remmel bezog sich auf neue Untersuchungsergebnisse des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Münster.
Nordrhein-Westfalen gab am Freitag die letzten gut 40 gesperrten Bauernhöfe wieder frei. Insgesamt hatten die Behörden nach dem Fund von Dioxin in Futtermittel 270 Höfe gesperrt. "Wir können Entwarnung geben. Wir haben keine Erkenntnisse über Produkte, die belastet in den Handel gegangen sind", sagte Remmel.
Das CVUA ist eines von fünf amtlichen Laboren in Deutschland, die in großem Stil auf Dioxin testen. Nach Angaben des Abteilungsleiters im NRW-Agrarministerium, Peter Knitsch, wurden in dem Bundesland bei Eiern drei dioxinbelastete Proben entdeckt sowie eine bei Legehennenfleisch.
Während der Eröffnungsfeier der Grünen Woche verspricht Agrarministerin Ilse Aigner lückenlose Aufklärung im Dioxin-Skandal. zum Video
Niedersachsen wies inzwischen einen Zeitungsbericht zurück, wonach deutlich mehr mit Dioxin belastetes Futterfett ausgeliefert worden sei als bisher bekannt. Dies entspreche weder dem Kenntnisstand der Behörden noch existierten solche Hinweise, teilte das niedersächsische Agrarministerium mit. Alle Ergebnisse der Tests von verdächtigen Futterfettlieferungen seien bereits veröffentlicht worden.
Die "Berliner Zeitung" hatte berichtet, der Futterfetthersteller Harles und Jentzsch habe offenbar regelmäßig und in viel größerem Ausmaß dioxinbelastete Fettsäuren gemischt und ausgeliefert als bislang bekannt. Das Blatt berief sich dabei auf Messergebnisse des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Die Zeitung schrieb, dass die gemessenen Dioxinwerte in den einzelnen Lieferpartien in ihrer Höhe eklatant voneinander abwichen. Die Bandbreite der Messungen reiche von der leichten Grenzwertüberschreitung bis zur fast 100-fachen Menge des Erlaubten. Für Ermittler verdichteten sich damit die Hinweise, dass die Dioxinbelastung in den Fetten auf ein kontinuierliches Mischen dioxinbelasteter Fettsäuren zurückzuführen sein könnten.
Quelle: dpa , AFP
Spötter3 schrieb:
am 22. Januar 2011 um 18:30:40
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"Frau Aigner hat diesen Skandal besonnen gemeistert" ...
... behauptet Fred. - Stimmt, ganz besonnen wusste sie gleich, dass praktisch gar
keine Gefahr wg. "der paar" Dioxin-Eier bestand. - Seehofer war bei der BSE-Malaise genauo geduldig: Erst durften die Kühe ihr Kraft- "Futter" ( sog. Tiermehl für Pflanzenfresser ) ÜBERHAUPT nicht fressen; alls dann die Nerven der blöden Konsumenten ruhiggestellt waren ( etwa mit irgendwelchen "sonstigen Hilfsstoffen", angereichert im Fleisch ? ), bekamen die Tierchen ganz legal den Fraß von vorher vorgesetzt ...
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Fred schrieb:
am 22. Januar 2011 um 11:46:30
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Tierfutterherkunft geklärt
Frau Aigner hat diesen Skandal besonnen gemeistert auch wenn einige politische Gegner anderer Meinung sind,wie
üblich.
Wie wurden denn die Gammelfleisch-Skandale von den Grünen,Frau Künast geklärt? Aufklärung braucht Zeit und besonnenes Handeln. Das jetzt die Panscher namentlich gemacht werden sollen wird Fr.Aigner durchsetzen
Lauthals unsachlich kritisieren kann man immer wenn man nicht in der Verantwortung steht,daß sollten sich Rot-Grüne
Politiker mal merken.
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Rentner Bayern schrieb:
am 22. Januar 2011 um 11:16:09
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9,999 CSU Skandale
Die Aigner und Seehofer sollen sich selber dieser Dioxin oder Gammelfleisch fressen.
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