Die tonnenschweren Felsbrocken schlugen Löcher in Häuser von Bad Ems (Foto: ddp)
Beim Absturz tonnenschwerer Gesteinsbrocken aus einer Felswand sind am Samstag in Bad Ems drei Mehrfamilienhäuser stark beschädigt worden. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
Nach Darstellung der Beamten hatten sich etwa 15 bis 20 Kubikmeter Fels aus der 180 Meter hohen und speziell gesicherten Wand gelöst. Zwar sei ein Teil von Fangnetzen gestoppt worden, einige größere Brocken stürzten jedoch mit ohrenbetäubendem Lärm in die Hinterhöfe der Häuser, deren Rückseiten aus Fachwerk bestehen.
"Das hat mehrere riesige Schläge gegeben", berichtete ein Polizist. Das Geröll zerstörte bei einem Haus die Scheiben und schlug Löcher in die Wände, bei einem anderen wurde ein Bad "teilweise herausgeschlagen". Zwei Wohnungen sind zunächst nicht mehr bewohnbar.
Die Menschen kamen mit dem Schrecken davon. Sie hätten sich zum Zeitpunkt des Absturzes alle im vorderen Bereich aufgehalten, sagte der Polizist. "Die Leute hatten definitiv Glück." Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. An den Häusern entstand ein geschätzter Sachschaden von 300.000 Euro. Die drei betroffenen Gebäude, die nach Angaben des Beamten Teil einer langen Häuserreihe sind, wurden sicherheitshalber evakuiert. Die 15 Bewohner kamen bei Freunden, Verwandten und Bekannten unter. "Teilweise waren die nicht mehr bereit, ihre Wohnungen zu betreten", sagte der Polizist.
Geologen untersuchen den Hang
Der betroffene Bereich ist abgesperrt. Geologen untersuchten am Hang, ob weitere Abstürze drohten und weitere Evakuierungen nötig sind. "Es sieht aber nicht danach aus", sagte der Beamte. Am Montag soll nochmals ein Fachmann den Hang begutachten, bis mindestens dahin bleiben die Häuser evakuiert.