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Helmut Schmidt stützt Kohl-Kritik an deutscher Außenpolitik

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Helmut Schmidt stützt Kohl-Kritik an deutscher Außenpolitik

26.08.2011, 08:45 Uhr

Kritik an deutscher Außenpolitik: Helmut Schmidt springt Helmut Kohl zur Seite (Quelle: dapd)

Kritik an deutscher Außenpolitik: Helmut Schmidt springt Helmut Kohl zur Seite (Quelle: dapd)

Altkanzler Helmut Schmidt stützt die Kritik seines Nachfolgers Helmut Kohl an der deutschen Außenpolitik. "Man muss sich auf die Deutschen verlassen können, da hat der Helmut Kohl vollständig recht", sagte Schmidt bei einer Veranstaltung der "Zeit" in Frankfurt.

Kohls Ausführungen seien zu loben, befand Schmidt. Kohl war in einem Interview mit der Politik seiner Nachfolger im Kanzleramt hart ins Gericht gegangen. "Deutschland ist schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr - weder nach innen noch nach außen", hatte er bemängelt.

"Nicht christlich und nicht europäisch"

Scharf kritisierte Schmidt auch das Verhalten der schwarz-gelben Koalition in der Griechenland-Krise. "Die Bundesregierung hat das ganze Jahr 2010 über den Eindruck erweckt, als ob es ihr egal sei, ob Griechenland pleitegeht. Deutschland hat den Eindruck gemacht, als ob es im Grunde den Griechen nicht helfen wolle. Das war nicht christlich und nicht europäisch."

Die Schuldigen für die Eurokrise sind nach Ansicht Schmidts die Banken: "Die verkaufen sich gegenseitig, was sie nicht besitzen", sagte der 92-jährige Sozialdemokrat. "Sie wundern sich dann, dass der Handel einbricht", sagte Schmidt und forderte strengere Regulierungen des Finanzmarkts.

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Drei Sorten Menschen

Es gebe drei Sorten Menschen, sagte Schmidt zur Erheiterung der Konferenzteilnehmer. "Erstens die normalen, zweitens die kriminellen, und drittens die Finanzhändler und Investmentbanker." Der Moderator, "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe, fragte nach: "Ist das eine aufsteigende Reihenfolge?" Schmidt grinste und entgegnete trocken: "Nein, eine absteigende!" Politiker sollten den Mut haben, Fonds und Investmentbanken pleitegehen zu lassen, sagte er. Der Bankrott eines Staates, wie zum Beispiel Griechenlands, dürfe dagegen nicht hingenommen werden.


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Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (5)

zum Forum

Thema: "Helmut Schmidt stützt Kohl-Kritik an deutscher Außenpolitik"

Schober schrieb: am 25. August 2011 um 21:24:01
(808) (106) Unmöglich
Kanzlerin Merkel und CDU sowie ihre Mitstreiter sollen entlich abtreten.Altkanzler Kohl und Schmidt haben Recht mit der undurchsichtigen Politik

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mattes schrieb: am 25. August 2011 um 21:01:29
(961) (83) Kritik an Merkel
Man kann zu Schmidt und Kohl stehen wie man will, aber in der Sache haben sie vollkommen recht. So eine schlechte
Bundesregierung bzw. Kanzlerin hatten wir noch nie. Meinungen werden innerhalb kürzester Zeit gewechselt wie Unterwäsche, ja sogar völlig konträre Positionen eingenommen, nur um das Mäntelchen nach dem Wind zu hängen. Wenn ich ein CDU-Parteibuch hätte, würde ich austreten.
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friedrich schrieb: am 25. August 2011 um 20:55:21
(665) (66) er hat Recht
Helmut Schmidt und auch Helmut Kohl (beide Helmuts) haben Recht mit ihrer Aussage. Man darf als Staat nicht länger das Zocken
der Banken und Börsen hinnehmen. Am Ende zahlt der Bürger die Zeche. Logische Konsequenz: Abschaffung des Euro und der Börsen. Dann gibts auch keine Zockereien mehr auf Kosten von uns arbeitender Bevölkerung !!!
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