07.11.2011, 19:26 Uhr
In dem Wohnmobil der Bankräuber von Eisenach fand sich die Waffe der getöteten Polizistin (Quelle: dapd)
Viereinhalb Jahre nach dem Mord an einer Polizistin im baden-württembergischen Heilbronn hat der Fall eine überraschende Wende genommen und steht womöglich vor der Aufklärung. Die Waffen der im April 2007 erschossenen Polizistin und ihres damals schwer verletzten Kollegen seien in einem ausgebrannten Wohnmobil bei Eisenach sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit. In dem Wagen lagen auch zwei männliche Leichen.
Zwei bewaffnete 34 und 38 Jahre alte Männer hatten am Freitag in Eisenach eine Sparkasse überfallen. Die Polizei fahndeten zunächst nach dem Fluchtwagen, einem weißen Wohnmobil. Sie entdeckten den brennenden Wagen schließlich im nahegelegenen Stregda. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, fanden die Ermittler die beiden Toten sowie mehrere Schusswaffen.
Am Nachmittag explodierte dann in Zwickau aus ungeklärter Ursache ein Haus. Die beiden Bankräuber wurden als die Bewohner identifiziert. Außerdem stellte sich heraus, dass noch eine 36 Jahre alten Frau das Haus mitnutzte. Die Frau habe die Wohnung kurz vor der Explosion verlassen, teilte die Polizei mit. Nach ihr werde gefahndet. Gegen sie wurde inzwischen auch ein Haftbefehl erlassen.
Nach Aussage des Thüringer Innenministers Jörg Geibert (CDU) steht "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest", dass die Männer, für den Bankraub in Eisenach und einen weiteren in Arnstadt im September verantwortlich waren.
Darauf lasse die in dem Wohnmobil sichergestellte Beute schließen, die der geraubten Geldsumme entspreche. Nach Angaben der Polizei hatten sich die beiden Männer vermutlich selbst erschossen. Das Feuer im Wohnwagen wurde wahrscheinlich absichtlich gelegt, wie es weiter hieß.
Die Gothaer Polizei stellte bei den Ermittlungen in dem ausgebrannten Wohnmobil die beiden Polizeipistolen sicher. Den Waffenfund teilten die Beamten anschließend der Heilbronner Soko "Parkplatz" mit. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das LKA ermitteln derzeit in enger Kooperation mit der Thüringer Polizei zu möglichen Zusammenhängen mit dem Heilbronner Mordfall. Nach wie vor ist für Hinweise eine Belohnung in Höhe von 300.000 Euro ausgesetzt.
Am 25. April 2007 war auf der Heilbronner Theresienwiese eine 22-jährige Polizeibeamtin mit einem Schuss in den Kopf getötet worden. Ihr 25-jähriger Kollege wurde durch Schüsse lebensgefährlich verletzt und kann sich bis heute nicht an die Tat erinnern.
Augenzeugen der Tat wurden nie gefunden, obwohl das Festgelände als belebt gilt. Lediglich der Tatzeitpunkt gegen 14 Uhr gilt als sicher, da Zeugen Schüsse hörten. Lange hatten die Ermittler ihre Hoffnung vor allem auf die am Dienstfahrzeug der Polizisten festgestellte DNA-Spur gesetzt und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit eine "unbekannte weibliche Person" gejagt.
Die vermeintliche Schwerstkriminelle und Serientäterin, deren DNA an insgesamt rund 40 Tatorten im In- und Ausland sichergestellt worden war, entpuppte sich letztlich als unbescholtene Verpackerin. Ihr genetischer Code befand sich auf den Wattestäbchen, die die Polizei bei der Spurensuche einsetzte.
Quelle: dapd
kalaschnikow schrieb:
am 7. November 2011 um 21:36:17
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Polizistenmord
Ich bin selber Polizist in Sachsen-Anhalt. Was nützt die Suche und das finden der Täter, dass von vielen meiner Kollegen
großes Können und unkompliziertes Denken fordert, wenn die Polizeiführungsebene und die Justiz durch Inkompetenz und verkrusstete, korupte Strukturen unfähig ist zu handeln und sich Kriminellen und einer gefäkten Statistik unterwirft und die Polizei durch Personalabbau lähmt. Grüße an Herr Stahlknecht, der aber butterweich ist
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Fridolin schrieb:
am 7. November 2011 um 21:04:15
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Polizisten-Mord
hoffendlich findet man den oder die Täter schon alleine damit die Familie einen Abschluß findet. Es ist grauenvoll für
Eltern schon, wenn die Kinder zuerst gehen. Und hoffendlich findet man einen Richter der diese Täter Ding fest macht und nicht am Ende noch freispricht, wie ich jüngster Vergangenheit.
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marko schrieb:
am 7. November 2011 um 20:53:30
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Polizei
Leider hat der Respekt in unserem Land gegenüber einem Polizisten so stark nachgelassen das man sich wundern muss das es immer noch
Leute gibt die sich für uns alle täglich in Lebensgefahr bringen!!! Ich würde den Polizisten mal wieder etwas mehr "Bewegungsfreiheit" lassen anstatt wegen jeder Kleinigkeit ne Dienstaufsichtsbeschwerde einzuleiten. Gegen diejenigen die sich nicht an Regeln des Zusammenlebens halten können hilft nur hartes, konsequentes durchgreifen.
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