09.01.2012, 12:24 Uhr
Vor der Küste Neuseelands läuft ein Rennen gegen die Zeit. Bereits jetzt sind 350 Tonnen Öl ins Meer gelaufen. Eine Umweltkatastrophe droht.
Schlechtes Wetter verhindert weiter das Abpumpen von Schweröl aus den Tanks des havarierten Containerschiffs "Rena" vor Neuseeland. Bergungsmanager Andrew Berry von der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde MNZ sagte, es sei unwahrscheinlich, dass sich das Wetter vor Donnerstag bessern werde. Es sei völlig unklar, wann mit dem Abpumpen begonnen werden könne.
Am Mittwoch war ein Bergungsteam auf der "Rena" abgesetzt worden. Die drei Männer sollten prüfen, ob das Abpumpen der restlichen rund 1200 Tonnen Schweröl wieder aufgenommen werden kann. Das stellte sich als unmöglich heraus. Die Arbeiten waren bereits zuvor wegen schlechten Wetters unterbrochen worden.
Bisher konnten die Arbeiter nur rund 90 Tonnen Schweröl aus den Treibstofftanks der "Rena" abpumpen, bevor bis zu vier Meter hohe Wellen die Arbeiten unmöglich machten. Das Bergungsteam versiegelte die Treibstofftanks. Ein Schlepper ist nach Angaben der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde mit dem Heck der "Rena" verbunden um das Schiff zu stabilisieren. Zwei weitere stehen für den Fall bereit, dass das Schiff auseinanderbricht.
Der philippinische Kapitän der des havarierten Frachters und sein Navigationsoffizier müssen sich wegen fahrlässiger Schiffsführung vor Gericht verantworten. Ihnen droht eine einjährige Haftstrafe. Ein Richter wies Medienanträge zurück, die Namen der Beschuldigten zu veröffentlichen. Sie sollen vor wütenden Neuseeländern geschützt werden. Die Beschuldigten bleiben aber bis auf weiteres in Haft, entschied der Richter.
Die "Rena" hat in der Mitte des Rumpfs einen großen Riss und droht auseinanderzubrechen. Vor zwei Wochen war das Schiff vor der neuseeländischen Küste auf ein Riff aufgelaufen. Mehr als 300 Tonnen Schweröl sind seit dem Unglück in den Südpazifik gelangt. In Neuseeland sind bereits Strände verschmutzt. Fast 1300 Seevögel verendeten. Sollte das Schiff auseinanderbrechen, droht eine Umweltkatastrophe.
Einige Container des havarierten Frachtschiffs sind nach Angaben der Behörden in mehr als 150 Kilometern Entfernung vom Unglücksort an die Küsten angeschwemmt worden. Für die Schifffahrt sei wegen der im Meer treibenden Fracht ein Warnhinweis ausgegeben worden.
Quelle: dapd , dpa
Peter schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 19:17:36
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@Sailor Man sollte mit Verurteilungen etwas vorsichtig sein
Zunächst einmal: Ich komme NICHT aus Ihrem Fach und respektiere Ihr Fach (auch
aus anderen Gründen). Fehler können jedem passieren, gerade bei automatischen/halbautomatischen Systemen (Eingabe der Koordinaten des Autopiloten etc.); das ist "nur ne Zahl" aber in der Realität bewirkt sie was.
Zu den phil. Seeleuten: Siehe Kap. Rugiato aus Ital. (Slalomversuch durch die Seven Stones, Autopilot war EINGESCHALTET, Torrey Canyon, Totalverlust; Kap. Calamai mit falschem "tutto sinistra"
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Versicherter schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 18:19:21
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Rena
@lader,@caspar, eure Vermutung ist richtig. Die Container sind abgeschrieben, die Versicherung hat alles bezahlt. Habe das selber
erlebt. Mein Ex-Chef hat ne Party gegeben, daß alles abgesoffen ist. Er durfte noch mal liefern und Kasse machen
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lader schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 16:30:11
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havarierter Frachter
Was ist mit den Containern. Will man warten, bis alle im Meer schwmmen? Warum werden die abgestürzten nicht geborgen.
Was haben die geladen. Mir kommt es so vor, als ob hier an der Havarie mehr verdient wird, als an der Bergung u. Rettung. Auch scheint mehr Interesse am Auslaufen des Öls zu bestehen, als daran, das zu verhindern, ebenso, das bereits ausgelaufene Öl zu bergen. Wind auf dem Meer wird immer sein. Auf was warten die eigentlich.
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