30.07.2010, 15:04 Uhr | DDP
Saarbrücken (ddp-rps). Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) will Zuwendungen an die Hochschulen im Land künftig an Bedingungen knüpfen. Die Hochschulen müssten "Leistungsnachweise" wie die Zahl der Absolventen und Stipendiaten, Promotionen und Patente oder Platzierungen bei nationalen und internationalen Rankings bringen, um mehr Förderung vom Land zu erhalten, sagte Hartmann am Freitag in Saarbrücken. Ziel sei es, die Hochschulen für den aufgrund der demografischen Entwicklung zu erwartenden Wettbewerb um Studenten bis zum Jahr 2020 besser aufzustellen.
Hartmann verwies darauf, dass die bereits für die kommenden drei Jahre den Hochschulen zusätzlich zur Verfügung gestellten rund 35 Millionen Euro an solche Leistungsnachweise geknüpft worden seien. Nach 2014 könnten die Hochschulen nicht mit weiter steigenden Zuwendungen rechnen.
Notwendig sei, über das Studien- und Forschungsangebot sowie vorhandene Doppelstrukturen zu reden. Ergebnis müsse eine Einigung darüber sein, welche Dinge ausgebaut und welche zurückgebaut werden sollten. Ziel müsse es sein, bei künftigen Schwerpunkten Spitzenplätze im Hochschulranking zu erreichen, sagte Hartmann.
Bei der künftigen Schwerpunktbildung will Hartmann auch die Angebote von Nachbaruniversitäten und Hochschulen etwa in Trier, Kaiserslautern und Luxemburg in den Blick nehmen. Nicht alle Angebote müssten gleichermaßen an benachbarten Standorten vorhanden sein. Den Diskussionsprozess über die Hochschulen 2020 will Hartmann bis Mitte nächsten Jahres abschließen.
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