07.11.2011, 10:11 Uhr
Geschwächt, halbblind, aber am Leben: Helfer tragen einen der geretteten Bergmänner aus der Mine in Henan (Quelle: AP)
Zwei Tage nach einem Grubenunglück in Zentralchina haben Rettungskräfte alle 45 noch verschütteten Kumpel geborgen. Damit endete die größte Rettungsaktion dieser Art seit April vergangenen Jahres glücklich.
Die Bergleute wurden am Samstag mehr als 36 Stunden nach dem Unglück in einem Kohlebergwerk in der Stadt Sanmenxia in der Provinz Henan gerettet. Sieben Kumpel konnten bereits am Freitag geborgen werden, acht kamen ums Leben.
Die geretteten Kumpel winkten am Samstag den Rettungstrupps und Journalisten zu, als sie gestützt von Helfern die Grube verließen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zwei der drei Bergleute, die als letzte aus der Mine gerettet wurden, seien sehr schwach, berichtete der Sender weiter. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr.
Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, gab es am Donnerstagabend nach einem schwachen Erdbeben einen sogenannten Bergschlag in dem Bergwerk. Dabei lösen sich Spannungen im Gestein schlagartig. Das Beben der Stärke 2,9 hatte sein Epizentrum östlich von Sanmenxia, der Gebirgsschlag ereignete sich eine halbe Stunde später.
Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 75 Kumpel in der Mine, 14 konnten sich retten. Das Bergwerk gehört dem großen Staatsunternehmen Yima Coal Group.
Die Rettungsaktion am Samstag war die größte in China seit April 2010, als 115 Kumpel nach acht Tagen aus einem Bergwerk in Nordchina gerettet werden konnten. Die Rettungskräfte hatten einen 500 Meter tiefen Tunnel gegraben, um die Verschütteten zu befreien, wie die chinesische Zeitung "Peope's Daily" berichtete.
Der staatliche Fernsehsender CCTV zeigte, wie die Rettungskräfte in Henan die Kumpel auf Bahren zu bereitstehenden Krankenwagen trugen. Die Bergleute waren in Decken gewickelt und ihre Augen mit Tüchern bedeckt, um sie nach den vielen Stunden unter Tage vor dem plötzlichen Tageslicht zu schützen.
Xinhua zufolge gruben die Arbeiter einen etwa 760 Meter langen Tunnel, doch nach dem Gebirgsschlag sei er mehr oder weniger auf etwas mehr als halber Strecke zusammengeklappt, bei 480 Meter. Es sei unklar, wie es um den darauf folgenden Tunnelabschnitt bestellt sei.
In China kommt es immer wieder zu Minenunglücken. Die Bergwerke des Landes gelten als besonders gefährlich, da die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden. Im vergangenen Jahr starben offiziellen Angaben zufolge mehr als 2400 chinesische Bergarbeiter bei Unfällen. Nichtregierungsorganisationen rechnen jedoch mit einer wesentlich höheren Dunkelziffer.
Quelle: AFP , dpa , AP
Konstruktiv schrieb:
am 5. November 2011 um 14:49:25
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Kohlebergbau
Allein im Kohlebergbau in China sterben pro Jahr 5000 Menschen. Das scheint den AKW Gegner egal zu sein. 1 Strahlentoter zählt
ihnen mehr als 100 Grubentote.
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sepp schrieb:
am 5. November 2011 um 14:01:26
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Glück auf!
Diese Leute fördern auch für uns Kohle da uns es darauf ankommt möglichst preiswert, auch wenn das heute so nicht mehr stimmt,
Kohle für unsere Kraftwerke einzukaufen. Warum sollte man die sichersten Bergwerke der Welt weiterbetreiben wenn es Staaten gibt die ihre Bergarbeiter wie Vieh vor die Hunde gehen lassen.
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