14.07.2010, 13:05 Uhr
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vor der Staatskanzlei in Düsseldorf (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
"Frauen machen anders Politik - nicht besser oder schlechter." So hat Hannelore Kraft einmal ihr Selbstverständnis umschrieben. Mit dieser anderen Art der Politik ist die 49-jährige Sozialdemokratin nun die erste Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen.
Anders als bei vielen Männern war zumindest Krafts Weg nach oben in der Politik. Die Mülheimerin schloss sich nicht irgendwelchen Seilschaften an und musste nicht auf die Ochsentour durch Ortsverein und Arbeitskreise. "Mit Hinterzimmer-Politik hatte ich nie viel am Hut", bekennt sie nicht ohne Stolz. Dennoch machte sie schnell Karriere. Wenn in der NRW-SPD in den vergangenen Jahren wichtige Posten zu besetzen waren, gab es keine Alternative zu Kraft.
Ihr Eintritt in die SPD 1994 war eine Reaktion auf die Niederlage der Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl in ihrer Heimatstadt Mülheim. Nach nur wenigen Monaten in der Partei rückte sie schon in den Unterbezirksvorstand auf. Den Sprung in den Landtag schaffte sie 2000. Ein Jahr später war sie bereits Europaministerin. Später übernahm sie das Wissenschaftsressort.
Richtig los ging ihre Karriere aber erst nach dem Machtverlust der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl 2005. Die verstörten Genossen machten die Diplom-Ökonomin erst zur Fraktions- und dann zur Landesvorsitzenden - als erste Frau in beiden Ämtern. Nach einer weiteren schweren SPD-Niederlage bei der Bundestagswahl 2009 ging der Aufstieg Krafts weiter - zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Der Einzug in die Staatskanzlei ist die Krönung dieses Wegs.
Kraft stammt aus einfachen Verhältnissen: Ihr Vater war Straßenbahnfahrer, die Mutter Verkäuferin. Wenn sie am Rednerpult des Landtags lauter wird, ist deutlich zu hören, dass sie aus dem Ruhrgebiet stammt. Bevor Kraft in die Politik ging, arbeitete sie als Unternehmensberaterin. Mit Ehemann Udo und Sohn Jan wohnt sie in Mülheim an der Ruhr.
Günni schrieb:
am 14. Juli 2010 um 17:43:03
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Sozialisten im Vormarsch
Ich bin höchst gespannt auf dieses Frauenduo. Einheitsschule wie "super". Leistung ist nicht mehr gefragt. Geld in
Massen ausgeben.
Ich prophezeie das Schiff geht unter.
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