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Hamburg: Körperscanner haben hohe Fehlerquote

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Körperscanner haben hohe Fehlerquote

16.11.2010, 10:46 Uhr

Körperscanner im Test: Am Hamburger Flughafen wird eine Frau von einem Gerät durchleuchtet (Foto: dpad)

Körperscanner im Test: Am Hamburger Flughafen wird eine Frau von einem Gerät durchleuchtet (Foto: dpad)

Die umstrittenen Körperscanner, die am Hamburger Flughafen derzeit getestet werden, arbeiten offensichtlich noch immer fehlerhaft. Das haben Recherchen des Norddeutschen Rundfunks ergeben, wie der Sender NDR 90,3 berichtet.

Zeitweise müssten alle Passagiere nachkontrolliert werden, wenn sie die beiden Testgeräte passiert haben. Grund für die hohe Fehlerquote sei, dass die Geräte beim Abbild eines Passagiers auf dem Monitor zu viele verdächtige Stellen markierten. Vor allem Falten in der Kleidung der Fluggäste würden beim Scannen weiterhin Probleme bereiten. Deshalb komme es zeitweise zu drastischen Verzögerungen am Hamburger Flughafen.

Umstrittene Geräte

Seit Anfang September werden die Geräte in Hamburg auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Die Testphase läuft noch bis Ende März; so lange ist es jedem Passagier freigestellt, ob er sich von einem Körperscanner analysieren lassen will. Innenminister Thomas de Maizière erwägt, die Geräte nach einem erfolgreichen Test bundesweit an allen Flughäfen einzusetzen.

Allerdings sind solche Geräte aus mehreren Gründen höchst umstritten: Neben der Verletzung der Intimsphäre warnen manche Kritiker vor gesundheitlichen Schäden, andere stellen den versprochenen Sicherheitsgewinn infrage, da etwa eine Körperöffnung oder auch das Körperinnere mit dem Gerät nicht analysiert werden kann. Zudem dürfte der Einsatz von Körperscannern die Sicherheitskontrollen an Flughäfen erheblich langwieriger machen - auch dann, wenn sie funktionieren.

In nur zwei Sekunden durchleuchtet

Theoretisch durchleuchten die in Hamburg getesteten Scanner einen Passagier in zwei Sekunden bis auf die Haut. Sie können am Körper versteckten Sprengstoff oder Waffen entdecken. Verdächtige Stellen werden mit einem roten Punkt auf einem Monitor markiert. Die Sicherheitskräfte können dann an der entsprechenden Körperstelle gezielt suchen.

Das Körperscanner-Modell, das die Bundespolizei in Hamburg testet, arbeitet mit sogenannten Millimeterwellen. Diese seien gesundheitlich nicht gefährlich, hatte Innenminister De Maizière bei der Vorstellung der Testphase versichert: "Die Experten haben sorgfältig gemessen und festgestellt, dass von der Strahlung im Körperscanner keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Ich lege größten Wert darauf, dass Sicherheitstechnik den höchsten Ansprüchen genügt."


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Quelle: dpa , dapd , je

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Kommentare (10)

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Thema: "Hamburg: Körperscanner haben hohe Fehlerquote"

u.w schrieb: am 16. November 2010 um 19:52:09
(0) (0) scanner
da hat mal wieder einer schnelle kohle gemacht.

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Josef schrieb: am 16. November 2010 um 17:12:44
(0) (0) Scanner
Regt euch bitte nicht auf. Mit den Mautfindern haben wir es auch geschafft. Nur abwarten.

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Nina schrieb: am 16. November 2010 um 17:06:16
(0) (0) Körperscanner
Es gibt keine 100-% ige Sicherheit und alles ist auch nicht bezahlbar. Gesundheitsschädlich ist es trotz aller Beteuerungen
vermutlich ausserdem, aber das wird ja dem Beitragszahler in Rechnung gestellt. Besser ist Menschen einzustellen, die haben dann ein Arbeitsplatz. Diese teure Geräte ziehen vermutlich auch teure Reparaturen nach sich und sind insgesamt aber der Volkswirtschaft nicht besonders dienlich da sie mehr Arbeitsplätze vernichten, als sie schaffen.
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