04.12.2011, 10:27 Uhr
Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht sich nach Informationen der "Welt am Sonntag" mit neuen Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Wie die Zeitung berichtete, werfen Plagiatsjäger der Internet-Plattform GuttenPlag Wiki dem CSU-Politiker vor, beim Verfassen eines Aufsatzes aus dem Jahr 2004 ähnlich verfahren zu haben wie beim Schreiben seiner Doktorarbeit 2006. Doch Guttenberg wiegelt ab: Das Essay habe keinen wissenschaftlichen Anspruch gehabt und sei lediglich eine "Argumentationshilfe" gewesen.
Dem Bericht zufolge analysierten die Rechercheure einen 23 Seiten langen außenpolitischen Aufsatz Guttenbergs mit dem Titel "Die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU - eine 'Privilegierte Partnerschaft'".
Dabei wiesen sie demnach auf bisher 13 Seiten Textpassagen nach, die aus unterschiedlichen Quellen stammen - darunter Zeitungsartikel, Ausarbeitungen der Europäischen Union und ein Dokument des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. Rund ein Drittel des Essays, der in der Zeitschrift "aktuelle analysen" der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht wurde, sei laut GuttenPlag abgeschrieben.
"Unsere Analyse des Beitrags zeigt, dass sich hier in kleiner Form das Bauprinzip der Doktorarbeit widerspiegelt", erklärten die Internet-Aktivisten von GuttenPlag der "Welt am Sonntag". In der Doktorarbeit von 2006 spiele der Aufsatz von 2004 allerdings fast keine Rolle.
Guttenberg war wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit im März vom Ministeramt zurückgetreten und zog sich danach auch von allen anderen politischen Ämtern zurück. Ende des Sommers ging er mit seiner Familie in die USA.
Guttenberg bestätigte gegenüber der "Welt am Sonntag", die Internet-Plattform liege "mit ihren Gegenüberstellungen vollkommen richtig". Im Gegensatz zu seiner Doktorarbeit handele es sich bei dem besagten Text jedoch um ein politisches Papier, das in seinem Bundestagsbüro "unter Mithilfe meiner Mitarbeiter" entstanden sei und das ursprünglich als Argumentationshilfe für die CSU-Landesgruppe entworfen worden sei.
"Der Text hatte niemals den Anspruch, eine eigenständige wissenschaftliche Leistung oder besonders innovativ zu sein", sagte der Ex-Minister. Obwohl es bei politischen Papieren eher unüblich sei "wurden hierbei bestehende, fremde Quellen genutzt, da ja lediglich die politische Meinung unterfüttert werden sollte." Die Hanns-Seidel Stiftung habe ihn später gebeten, ihr das Papier zur Verfügung zu stellen.
Die neuen Vorwürfe könnten Guttenbergs politischem Comeback einen Dämpfer versetzen. Ein Comeback, dem Thomas de Maizière (CDU) gelassen entgegensieht. Zum Wiederauftauchen seines Amtsvorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte der Verteidigungsminister: "Wir sollten Karl-Theodor zu Guttenberg und seine momentanen Aktivitäten nicht so wichtig nehmen", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
"Das gilt für alle: für ihn selbst, für die Politiker, aber auch für die Medien. Damit wäre allen am meisten gedient, auch ihm", so de Maizière weiter.
Guttenberg - von Parteifreunden auch kurz "KT" genannt - behauptet in einem kürzlich erschienenen, mehr als 200 Seiten starken Interview-Buch, de Maizière habe 95 Prozent von seinen, Guttenbergs, Reformplänen für die Bundeswehr übernommen.
Darauf angesprochen sagte der Verteidigungsminister: "Ich habe die Antwort auf die Frage, was ich an Reformplänen vorgefunden habe, schon zu Beginn meiner Amtszeit verweigert. Dabei bleibt es."
Nach Ansicht von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist die Rückkehr Guttenbergs auf die politische Bühne schwierig geworden. "Ich fürchte, dass Karl-Theodor mit seinem Interviewbuch Wunden geschlagen hat, die so schnell nicht verheilen werden", sagte der Minister dem "Spiegel". Friedrich ist auch Bezirksvorsitzender der CSU in Guttenbergs Heimat Oberfranken.
Quelle: AFP , dpa
wo-mo schrieb:
am 6. März 2012 um 21:09:11
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Neue Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg
Mal ehrlich gefragt, wen interessiert denn der Schmus überhaupt noch. Ist jemand, der einen
angeblich hochgeistigen Schmöker geschrieben hat, der niemanden wirklich interessiert, und dafür einen Dr.-Titel erhält etwas besonderes? Wenn er in seinem erlernten Beruf wirklich etwas kann, ist es gut, sonst ist Dr. nur ein überbewerteter Titel, der gar nichts aussagt. Also objektiv gesehen völlig überflüssig und nicht beachtenswert.
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Heinrich schrieb:
am 17. Dezember 2011 um 20:01:49
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Guttenberg
Dieser von &zu geht uns am A vorbei
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Advokat schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 20:23:39
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Guttenberg
Hier kann man erkennen wie die Justiz bestraft, die Herrn laufen lassen und gleich gehts weiter im Text mit den Triebtätern das selbe!
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