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Guantánamo: Jury verurteilt Al-Kaida-Koch zu 14 Jahren Haft

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Al-Kaida-Koch durch Militärjury zu 14 Jahren Haft verurteilt

12.08.2010, 14:45 Uhr

Guantánamo: Auch die Gerichtsverhandlung ist geheim - ein Bild von der Auswahl der Geschworenen im Prozess gegen Al-Qosi. (Foto: AP)

Auch die Gerichtsverhandlung ist geheim: Ein Bild von der Auswahl der Geschworenen im Prozess gegen Al-Qosi. (Foto: AP)

Ein ehemaliger Koch von Terroristenchef Osama bin Laden ist im US-Gefangenenlager Guantánamo zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der 50-jährige Ibrahim Ahmed Mahmoud al-Qosi wurde von einer Militärjury der Unterstützung des Terrornetzwerkes Al-Kaida für schuldig befunden. Es war das erste derartige Urteil seit Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama, der das umstrittene Internierungslager schon lange schließen wollte.

Wie lange und wo der 50-jährige Ibrahim Ahmed Mahmud al-Qosi tatsächlich ins Gefängnis muss, bleibt aber offen. Aus Militärkreisen hieß es, das werde erst nach einer Überprüfung durch das Verteidigungsministerium in Washington bekanntgegeben. Diese könne mehrere Wochen dauern.

Der Grund: Ankläger und Verteidiger hatten bereits zuvor ein Strafmaß ausgehandelt, das am Montag von der zuständigen Militärrichterin akzeptiert worden war. Wie hoch diese Strafe ist, wurde - aus Sicherheitsgründen, wie es hieß - vorläufig geheim gehalten. Nach den Regeln gilt für Al-Qosi nun die Strafe, die milder ist. Die höhere kommt dann auf ihn zu, wenn er gegen Bedingungen verstößt, die in der Vereinbarung zwischen Anklage und Verteidigung festgelegt sind. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass das von der Richterin gebilligte Strafmaß unter den 14 Jahren Haft liegt. Die Jury selbst wurde vor ihren Beratungen nicht über den Inhalt der zuvor getroffenen Übereinkunft informiert.

Sudanese bekennt sich schuldig

Der Sudanese hatte sich bereits im Juli für schuldig erklärt und wartete seitdem auf sein Urteil. Im Gegenzug zu seinem Schuldeingeständnis war ihm nach Angaben aus mit dem Fall vertrauten Kreisen zugesichert worden, dass er nicht mehr als 15 Jahre Haft bekommt.

Außerdem gab es unmittelbar vor der Verkündung des Strafmaßes Spekulationen, dass der 50-Jährige im Rahmen eines Deals womöglich in die Heimat abgeschoben werde und dort seine Strafe verbüßen könne. Die achteinhalb Jahre, die der er bereits in Guantánamo festgehalten wird, sollen laut Urteilsspruch aber nicht auf die Strafe angerechnet werden.

Zweiter Prozess gegen Kanadier

Das Verfahren gegen Al-Qosi ist eines von zwei Prozessen vor einer Militärkommission in Guantánamo seit dem Amtsantritt von Obama. In dem anderen Fall muss sich derzeit der Kanadier Omar Khadr wegen der Tötung eines US-Soldaten verantworten. Am Mittwoch wurden die Mitglieder der Jury ausgewählt. Sieben Offiziere werden über das Schicksal des Kanadiers entscheiden. Kritiker des Prozesses machen geltend, dass Khadr bei der Festnahme 2002 erst 15 Jahre alt war und in Verhören unter Druck gesetzt wurde. Der heute 23-Jährige ist der letzte Staatsbürger eines westlichen Landes, der in Guantánamo festgehalten wird. Khadr, der mehr als ein Drittel seines Lebens in dem US-Gefangenenlager verbrachte, droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

Weniger Rechte als vor einem Zivilgericht

Bei der Militärkommission handelt es sich um eine besondere Form der Militärjustiz, die von Obamas Vorgänger George W. Bush eigens zur Aburteilung von Guantánamo-Gefangenen eingeführt worden war. Bürgerrechtler kritisieren sie, weil Angeklagte dort weniger Rechte haben als vor einem Zivilgericht.

In Guantánamo auf Kuba sitzen noch rund 180 Häftlinge ein. Präsident Obama hatte das umstrittene Gefangenenlager eigentlich schon im Januar schließen wollen, verschob den Termin dann aber wegen ungeklärter Fragen über den weiteren Verbleib der Insassen.


Quelle: dapd , dpa , AFP

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Kommentare (6)

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Thema: "Guantánamo: Jury verurteilt Al-Kaida-Koch zu 14 Jahren Haft"

Mastermind schrieb: am 12. August 2010 um 14:27:15
(0) (0) Lächerlich
Der Kerl war Bin Ladens Fahrer, Koch und Leibwächter, demzufolge also ein kleiner Fisch. Das Strafmaß ist daher viel zu hoch.
Wenn die Anklage nur auf Unterstützung eines Terroristen lautet, dann können wir demnächst jeden Restaurantbetreiber, bei dem ein Krimineller gespeist hat und jeden Taxifahrer, der mal einen solchen befördert hat hinter Schloss und Riegel bringen. Na, wenn das keine schöne neue Welt wird...
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ichlachmichschlapp schrieb: am 12. August 2010 um 14:01:15
(0) (0) Al Kaida
Endlich tut mal jemand was gegen die Terroristen ! Aber ich denke, das Urteil ist viel zu mild für jemand, der sich schuldig
bekannt hat, Koch gewesen zu sein. Und noch viel härter muß die Hauskatze von Bin Laden bestraft werden ! Die spinnen, die Amis ....
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Meinung schrieb: am 12. August 2010 um 14:00:42
(0) (0) nur 14 jahre
ich begreife nicht warum die Ammis so handeln - warum wollen die nicht gewinnen -- warum wird in New York eine Moschee genehmigt . ?????????

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