16.09.2010, 13:25 Uhr
Aus "humanitären Gründen" nimmt Deutschland zwei Guantanamo-Häftlinge auf. (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)
Nachdem der erste von zwei Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba am Morgen in Hamburg angekommen war, ist nun auch der zweite in Rheinland-Pfalz eingetroffen.
Der 34-Jährige Ayman Muhammad Ahmad S. sei laut Sprecher der Innenbehörde in Hamburg sofort in eine Klinik gebracht worden, wo er in den nächsten Tagen ausführlich medizinisch untersucht werde. Nähere Angaben über seinen Gesundheitszustand und die Umstände seiner Ankunft in Deutschland konnte der Sprecher nicht machen.
Der staatenlose Mann palästinensischer Herkunft war 2001 von den US-Amerikanern in Afghanistan festgenommen worden und saß seit Anfang 2002 in dem Gefangenenlager. Ihm habe niemals ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht werden können, sagte der Sprecher. Er habe selbst den Wunsch geäußert, in Deutschland aufgenommen zu werden, und wolle hier eine Familie gründen. Ziel sei es, dass der 34-Jährige in Hamburg "integriert wird und Arbeit findet". Er habe auch die Möglichkeit, Sprachkurse zu besuchen.
Dem Ex-Gefangenen wird dem Sprecher zufolge ein Sozialarbeiter als Betreuer zur Seite gestellt. Dieser sei selbst Migrant, lebe seit gut 30 Jahren in Deutschland und spreche arabisch. Nach Angaben der Innenbehörde wurde Ayman Muhammad Ahmad S. die Auflage erteilt, seinen Wohnsitz in Hamburg zu nehmen und sich im Stadtgebiet aufzuhalten. Er werde aber "nicht von der Polizei bewacht", sagte der Sprecher.
Der Vorsitzende des Innenschusses des Bundestages, Wolfgang Bosbach, sagte kurz nach der Ankunft des Mannes: "Wir alle müssen ein überragendes Interesse daran haben, dass sich der Häftling so rasch als möglich in Deutschland zurechtfindet und sich in unsere Lebensverhältnisse integriert."
Ein zweiter Häftling traf eine Stunde später in Rheinland-Pfalz ein. Von ihm ist nur bekannt, dass er aus Syrien stammt und vor seiner Festnahme kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2011 Obsthändler war. Außerdem habe der Mann eine Frau und ein Kind, die, soweit er dies wünsche, auch nach Rheinland-Pfalz nachziehen dürften, sagte ein Sprecher des Mainzer Innenministeriums. Bislang sei die Familie aber noch nicht im Land.
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte im Juli offiziell angekündigt, dass Deutschland zwei Häftlinge aus "humanitären Gründen" aufnehmen werde. Dazu hatte sich die Bundesregierung nach langer Diskussion durchgerungen.
Quelle: dpa , AFP , dapd
PS schrieb:
am 16. September 2010 um 19:01:31
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Kommentare hier !!!!
Wenn ich in letzter Zeit die Kommentare hier zu verschiedenen Themen lese, bin ich erschrocken, was aus unserer
Gesellschaft geworden ist. Kaum Menschlichkeit, Kälte und Überheblichkeit. Auch viele Jugendliche (mit Bildung, ABI) sind zunehmend abwertend gegenüber Armen, Ausländern oder Behinderten. Zum Kotzen. Als ich jung war, da waren die Alten aus dem Krieg so abwertend ü. Juden,Ausl.. Jetzt fangen die Jungen schon an. Die Sarrazinjugend könnte man sie nennen....oder die neue Spießerjugend.
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Jogi schrieb:
am 16. September 2010 um 18:30:31
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Schreiben v lotte
Lotte, werf doch dein Deutschen Pass weg, dann müsste es auch gehen das alles umsonst hast und nix mehr zuzahlen must
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Wolfi 2^43112609-1 schrieb:
am 16. September 2010 um 18:11:00
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Guantanamo-Häftling in Hamburg eingetroffen
@lotte! 1.) Der eine Mann ist "Staatenlos" palästinensischer Herkunft, unschuldig und das Land
in das er "nach Hause" gehen könnte, wurde, mit Hilfe der USA zu einer Hölle gemacht!!! 2.) Er wird 1 Mal, gründlich, auf körperliche Gebrechen untersucht. 3.) Ihr Anteil an den Kosten ist nicht mal 1 Cent!!!
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