10.08.2010, 10:53 Uhr
Auch die Gerichtsverhandlung ist geheim: Ein Bild von der Auswahl der Geschworenen im Prozess gegen Al-Qosi. (Foto: AP)
US-Präsident Barack Obama wollte in Guantanámo für mehr Transparenz sorgen - davon ist aber beim ersten Urteil in seiner Amtszeit gegen einen Insassen des umstrittenen Gefangenenlagers nichts zu sehen. Das Strafmaß im Prozess gegen den früheren Koch von Terroristenchef Osama bin Laden, Ibrahim Mohammed Al-Qosi, bleibt erst einmal geheim. Das Gericht erklärte dies mit "Sicherheitsgründen", wie die "Washington Post" berichtet.
Der 50-jährige Al-Qosi hatte im Juli zugegeben, Ende der 90er Jahre Osama bin Laden in afghanischen Al-Kaida-Lagern unterstützt zu haben. Durch dieses Schuldbekenntnis hatte der Sudanese einen Prozess vor einem Militärtribunal vermieden. Al-Qosi war 2001 in Afghanistan festgenommen worden und sitzt seit 2002 in Guantánamo. Der Sudanese soll für Bin Laden auch als Fahrer und Leibwächter gearbeitet haben.
Das Strafmaß solle erst nach seiner Freilassung veröffentlicht werden, hieß es. Es werde im Interesse der Sicherheit des Verurteilten sowie der USA geheim gehalten. Derweil soll in dem umstrittenen Gefangenenlager auf Kuba der erste Prozess gegen einen Terrorverdächtigen während der Amtszeit Obamas beginnen. Angeklagt ist der jüngste Guantánamo-Insasse, der heute 23-Jährige Omar Khadr. Dem gebürtigen Kanadier wird angelastet, 2002 einen US-Soldaten während eines Gefechts in Afghanistan getötet zu haben.
Omar Khadr war im Alter von 15 Jahren in Afghanistan gefangen genommen worden. Das Schicksal des "Kindersoldaten" wird von US-Bürgerrechtlern beobachtet, die das Gefängnis als menschenrechtswidrig kritisieren - unter anderem, weil Geständnisse von Verdächtigen unter Folter zustande gekommen sind.
Quelle: dpa
der paulianer schrieb:
am 10. August 2010 um 19:24:07
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obama redet auch nur mist
wenn obama sagte er sorge für mehr transparenz in guantanamo, dann hat er auch nur mist geredet wie viele politiker.
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stephan schrieb:
am 10. August 2010 um 17:56:46
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Hoffe das dieser "Koch" noch weitere 10 Jahre in seinen eigenen Saft schmort. Das war Urteil No1 !
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viva20 schrieb:
am 10. August 2010 um 17:35:01
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Seltsam...
......wird ja immer besser ! Wird demnächst bestimmt zur gewohnheit das Urteile geheim bleiben. Na ja, siehe die Logik. Kommt ein
Politiker oder hoher Beamter nicht vor Gericht und der laufende Fall wird unter den Teppich gekehrt, so maulen wir ja. Bekommen diese eine kleine Straffe oder wird diese wie bei der Lindsey Lohan gemindert, maulen wir auch. Fazit: Urteile geheim halten.
Hat man ihn als Chefkoch für ein bestimmtes gefängnis verurteil oder gar auf bestimmte Zeit im Weissen haus ????
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