Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Grundlage für NPD-Verbotsverfahren bis Ende März

...

Grundlage für NPD-Verbotsverfahren bis Ende März

15.12.2011, 15:54 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

NPD Plakat

NPD Plakat (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Bundesländer wollen bis Ende März das Material für ein mögliches neues NPD-Verbotsverfahren vorlegen. Das teilte der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) in Berlin nach einem Treffen der Ministerpräsidenten der Länder mit.

In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern debattierten die Landtage, in denen jeweils die NPD vertreten ist, über eine mögliche Verstrickung der rechtsextremen Partei in die Verbrechen der Zwickauer Neonazi-Zelle.

"Ich glaube, dass wir die Bedingungen des Bundesverfassungsgerichts erfüllen können", hatte Beck schon vor dem Treffen der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Mit Blick auf den umstrittenen Einsatz von V-Leuten in der NPD sagte er, er halte es für machbar, dass sogenannte Verfahrenshemmnisse beseitigt werden.

Der schleswig-holsteinische Regierungschef Peter Harry Carstensen (CDU) betonte: "Wir halten diese Partei für verfassungswidrig." Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mahnte in der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) zur Eile: "Es sollte nicht länger als bis zum Frühjahr dauern, um das Notwendige zusammenzutragen."

Im Jahr 2003 hatten die Richter einen ersten Antrag aus formalen Gründen abgewiesen, weil der Einfluss von V-Leuten des Verfassungsschutzes in der NPD-Führung unklar war. Die V-Leute müssten zumindest in der Führung abgeschaltet werden, erklärten die Richter. Die Debatte um ein neues Verfahren war durch das Zwickauer Neonazi-Trio, dem zehn Morde angelastet werden, in Gang gekommen. Einen NPD-Verbotsantrag können nur Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht stellen.

In den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, in denen die NPD jeweils vertreten ist, wurde am Donnerstag über das Thema debattiert. Vertreter aller demokratischen Fraktionen wiesen in Schwerin der NPD eine entscheidende Mitverantwortung an der rechtsextremistischen Mordserie zu, die Deutschland seit Wochen beschäftigt. Dabei wurde die Forderung nach einem Parteienverbot untermauert. "Die NPD schafft den geistigen Nährboden für neonazistische Kameradschaften und damit letztlich auch für die menschenverachtenden Taten des NSU", sagte der Schweriner Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Bei der Debatte im Dresdner Landtag sprach der FDP-Politiker Carsten Biesok von einer "klaren Verbindungslinie" der NPD zur rechten Terrorzelle. "Die Verbindungen zwischen Ihnen und den Terroristen vor Ort werden sich im Laufe des Verfahrens herausarbeiten", sagte der CDU-Politiker Günther Schneider in Richtung NPD-Fraktion. Die NPD im sächsischen Landtag, die mit Fraktionschef Holger Apfel auch den Bundesvorsitzenden der Partei stellt, bestreitet dagegen jegliche Kontakte und sieht sich als Opfer von Verschwörungstheorien.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Grundlage für NPD-Verbotsverfahren bis Ende März" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Grundlage für NPD-Verbotsverfahren bis Ende März" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Grundlage für NPD-Verbotsverfahren bis Ende März"

Bernie schrieb: am 15. Dezember 2011 um 21:18:18
(0) (1) dringendes Verbot der NPD sorgfältig vorbereiten!
Sicherlich muss an ein NPD-Verbot mit Sachverstand herangegangen werden. Ich meine, dass
Sachsen dabei keine Rolle spielen kann.zumal der sächs.Landtag noch nicht einmal in der Lage, Verquickungen des Verfassungschutzes mit d. NPD durch einen Untersuchungsausschuss überprüfen zu lassen. Zweifelsohne, das Verbot d. NPD muss her. Dem NPD- Vors. Apfel glaube ich nicht. Es fehlt nur noch, dass er behauptet, mit Ihnen in Worms "Mensch-ärgere-dich- nicht" gespielt zu haben.Ungeniesbarer Apfel!
mehr Kommentar melden

Stefan schrieb: am 15. Dezember 2011 um 21:17:26
(1) (0) NPD Verbot
Da müssen sie sich aber anstrengen, damit sie belastbarere Beweise finden, als die oben aufgeführten Vermutungen und
Spekulationen. Sonst ist ein Scheitern des Antrages vorprogrammiert. Als erstes sollten sie die Emotionen auf die Seite schieben und sachlich arbeiten.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige