10.11.2011, 13:00 Uhr
Nach einem neuerlichen Grubenunglück in China sind mindestens 20 Bergleute ums Leben gekommen. Nach einer Gasexplosion in einer Kohlengrube sind noch 23 Kumpel unter Tage eingeschlossen, teilte die Feuerwehr mit.
Die Rettungsarbeiten werden durch weiter austretendes Gas behindert.
Das Unglück passierte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua im Südwesten Chinas, genauer gesagt in der Sizhuang-Kohlegrube im Kreis Shizong nahe der Stadt Qujing (Provinz Yunnan). Etwa 30 Feuerwehrleute, einhundert weitere Rettungskräfte sowie 300 Sanitäter und Ärzte seien im Einsatz, meldete die örtliche Katastrophenschutzbehörde.
Erst Ende vergangener Woche waren bei einem Grubenunglück in Zentralchina acht Bergleute ums Leben gekommen. Nach fast zwei Tagen eingeschlossen unter Tage konnten allerdings 45 Arbeiter am Samstag aus der Grube gerettet werden. Durch einen Bergschlag, bei dem sich Spannungen im Gestein schlagartig lösen, waren Schächte eingestürzt.
In China kommen jedes Jahr tausende Menschen bei Minenunglücken ums Leben. Im vergangenen Jahr starben nach offiziellen Angaben mehr als 2400 Bergarbeiter. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich aber weitaus höher. Ursache der vielen Grubenunglücke in China sind häufig mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen und unzureichende Aufsicht gepaart mit weit verbreiteter Vetternwirtschaft.
Quelle: dpa
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