15.10.2010, 09:17 Uhr
Einen Tag nach ihrer spektakulären Rettung aus einer chilenischen Mine sind die ersten drei Bergarbeiter bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden. Offenbar haben die 33 Männer das wochenlange Martyrium in der Tiefe körperlich fast unversehrt überstanden und sind überraschend fit.
Begleitet von einem Blitzlichtgewitter verließen Juan Illanes, Edison Pena und Carlos Mamani am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Fahrzeug das von hunderten Journalisten umlagerte Krankenhaus. Sie winkten lächelnd in die Kameras. Das chilenische Fernsehen begleitete wenig später den 34-jährigen Kumpel Edison Pena, als er nach dem fast zehn Wochen langen Grubendrama erstmals wieder vor seinem Zuhause stand. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich zurückkomme", sagte er. "Das war eine schlimme Erfahrung. Danke, dass ihr daran geglaubt habt, dass wir leben."
Nach der geglückten Rettungsaktion waren alle 33 Bergarbeiter von der Mine San José zu Untersuchungen in ein Krankenhaus ins nahegelegene Copiapó gebracht worden. Der Zustand der drei Kumpel, die sich am Donnerstag einer Zahn-OP unterziehen mussten, sei "sehr gut", sagte der stellvertretende Klinikleiter Jorge Montes.
Bei dem an einer Lungenentzündung leidenden Mario Gómez schlugen demnach die Antibiotika gut an. "Mir geht es gut, ich bin zufrieden", sagte der 63-Jährige in einem kurzen Telefonat aus seinem Krankenzimmer. Er soll angeblich auch eine Staublunge haben, genauso wie Mario Sepúlveda, der gerühmte "Sprecher" der Gruppe.
Die chilenischen Mediziner sagten, alle Bergleute seien "einem sehr hohen Stress-Level" ausgesetzt gewesen. Aber offensichtlich hätten sie die Belastungen gut weggesteckt. "Niemand hat einen Schock", sagte ein Arzt. "Die gute gesundheitliche Verfassung, in der sie sich befinden, ist eine Überraschung für das Ärzteteam." Einer der Männer habe "mittlere Probleme" mit den Augen.
Von den Erlebnissen unter Tage erzählte der 27-jährige Richard Villaroel dem chilenischen Fernsehen in einem Telefoninterview. Der Teamgeist habe die Gruppe zusammengeschweißt. "Wenn es einem von uns schlecht ging, hat der Kamerad an seiner Seite ihm geholfen." Vor allem die Anfangszeit in der dunklen, feuchten und heißen Rettungskammer sei schwer gewesen, weil sie nicht gewusst hätten, ob sie lebend gefunden würden. Ihre Vorräte hätten die Männer deshalb streng rationiert.
Psychisch gibt es viel aufzuarbeiten für die Männer: Nach Einschätzung des Marburger Psychosomatikers Wolfram Schüffel werden Spätfolgen meist unterschätzt. So könnten sich nach einer derart traumatisierten Erfahrung Krankheiten wie Hochdruck, Infarkte und Infektionen entwickeln.
Die Arbeiter waren 69 Tage lang in mehr als 600 Meter Tiefe gefangen. Noch nie hatten Bergleute so lange unter Tage ausharren müssen. Die perfekt organisierte Rettungsaktion dauert nur 22 Stunden und 39 Minuten. Die Bergung ging damit viel schneller als erwartet - ursprünglich hatten die Einsatzkräfte mit bis zu zwei Tagen gerechnet. Die Rettung koste zwischen zehn und 20 Millionen US-Dollar, sagte Chiles Präsident Sebastián Piñera. An der Mine solle auch eine Gedenkstätte entstehen. Das Bergwerk darfl, solange es nicht gesichert ist, nicht in Betrieb gehen.
Als Konsequenz aus dem Minenunfall kündigte Piñera bessere Arbeitsschutzgesetze an. Die Regierung war in die Kritik geraten, weil die Arbeitsbedingungen im Bergbau dürftig seien. Angehörige der Kumpel hatten bereits vor Wochen angekündigt, Schadenersatz in Millionenhöhe einzuklagen.
Nach Schätzungen des Internationalen Verbands der Bergbaugewerkschaften kommen jedes Jahr mindestens 12.000 Bergleute weltweit bei ihrer Arbeit ums Leben. Die 33 Männer hatten seit dem 5. August in der Kupfer- und Goldmine in der Atacama-Wüste rund 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago festgesessen. Ihre Geschichte interessiert längst auch Hollywood: Der Wettlauf um die Sicherung der Film-, Fernseh- und Buchrechte für das Minendrama hat bereits begonnen. Das US-Branchenblatt "Broadcasting & Cable" berichtete, dass die Story Produzenten Hunderttausende Dollar wert sein könnte.
Quelle: AFP , dpa
maukenmary schrieb:
am 15. Oktober 2010 um 17:16:34
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karli
karli,du hast ein an der klatsche.hättest du besser aufgepasst wäre dir nicht entgangen dass die kumpel dort unten versorgt wurden.
einige haben auch sport getrieben.verschenk deinen pc und gehe noch mal zur schule,aber besser aufpassen und kein blah blah labern
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neue schrieb:
am 15. Oktober 2010 um 13:44:38
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gerettete Kumpels
@ Psycho... du solltest nicht auf Pfaden wandeln, auf denen Du Dich nicht auskennst.. also brauchst du auch nicht über ADS
sprechen...
zu den Weh Wehchen der Kumpels: Ich nehme nicht an, dass die in Chile ein so bequemes Leben führen wie wir hier, also gehe ich davon aus, dass sie - allein bei dieser Arbeit- schon einiges gewohnt sind... das was die so alle haben, hatten die warscheinlich schon VOR dem Unglück, aufgrund ihres geringer bemittelten Lebensstandards ...
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karli schrieb:
am 15. Oktober 2010 um 12:55:56
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Bergleuterettung
Bei kritischer Sicht der bebilderten Berichterstattung kamen mir Zweifel, ob dies nicht nur ein inszeniertes Medienereignis
ist. Wie etwa die angebliche Mondlandung der Amis. Mir waren die viele viele Tage unter Tage gefangenen Kumpel einfach zu fitt und zu gestylt.
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Einminütiges Video zeigt, wie die Kumpel in Chile die Fahrt der Rettungskapsel erlebten. zum Video