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Große Koalition: Schlagabtausch zwischen Heil und Koch

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Heil nennt Koch einen "Strolch"

07.07.2007, 11:29 Uhr

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch und SPD-Generalsekretär Hubertus Heil haben sich am Samstag einen Schlagabtausch geliefert. Hessens Ministerpräsident nannte die SPD einen "wilden Hühnerhaufen" und empfahl den Sozialdemokraten ihren Parteichef Kurt Beck abzuwählen. Heil nannte Koch für dessen "verbale Entgleisungen" einen "politischen Strolch".

Koch zweifelt Becks Führungsrolle an
Koch mahnte bei der SPD mehr Disziplin in der Großen Koalition an. Die Sozialdemokraten müssten sich daran zurückerinnern, dass die Menschen ihnen einen Regierungsauftrag erteilt hätten. "Wenn die SPD der Meinung ist, dass das der neue SPD-Chef Kurt Beck nicht schafft, dann kann man ihn auch abwählen", sagte Koch der "Bild am Sonntag". Die Union als Partner in der Großen Koalition habe jedenfalls ein Anrecht zu wissen, wer bei der SPD das Sagen habe. Die Genossen müssten "jetzt als erstes aufhören, ein wilder Hühnerhaufen zu sein", schimpfte der CDU-Politiker weiter.

UmfrageBürger zweifeln an Beck


CDU-Vize geht mit SPD hart ins Gericht
Koch warnte die SPD davor, das Regierungsbündnis mit der Union weiter zu kritisieren: "Wer die Kanzlerin und die Große Koalition schlecht redet, der redet auch seine eigene Arbeit mit schlecht. Das sollte die SPD jetzt mal endlich kapieren! Wer einen Kompromiss wie beim Mindestlohn selbst mit beschließt und ihn danach als falsch bezeichnet, verliert den Respekt der Wähler."

"Koch hat schon öfter Anstand vermissen lassen"
Die Antwort der SPD kam prompt. Generalsekretär Heil nannte Kochs Äußerungen "verbale Entgleisungen". "Es ist bekannt, dass Herr Koch ein politischer Strolch ist. Er hat schon öfter in seinem politischen Leben Anstand vermissen lassen", sagte Heil. "Seine plumpen Anwürfe gegen die SPD werfen ein bezeichnendes Licht auf die Art, wie er versuchen wird, seinen Landtagswahlkampf in Hessen zu führen." Es werde Koch aber nicht gelingen, "von seiner verheerenden landespolitischen Bilanz abzulenken".


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Quelle: AFP , dpa

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