26.04.2011, 20:46 Uhr
Im Naturschutzgebiet Hohes Venn hat ein Großbrand rund 1000 Hektar Land vernichtet (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Ein Großbrand hat rund ein Fünftel des bedeutenden Naturschutzgebietes Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland vernichtet. Das Feuer in dem Hochmoor sei inzwischen aber unter Kontrolle, sagte Einsatzleiter Claudy Marchal. Zwei Feuerwehrmänner seien bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden.
Beim größten Brand dort seit 60 Jahren seien rund 1000 Hektar vernichtet worden - das ist etwa dreimal so groß wie der Central Park in New York. "Zur Brandursache kann man noch nicht viel sagen. Offensichtlich war es eine Unachtsamkeit", sagte Marchal.
"Wir sind mit einem ganz dicken blauen Auge davongekommen", sagte der Leiter des Forstamtes Elsenborn, René Dahmen. Die Natur werde sich schnell erholen. In fünf sechs Wochen werde alles wieder grün sein. Nur für die verkohlten Baumgruppen werde es so schnell keinen Ersatz geben.
Wegen der extremen Trockenheit war das Venn für Wanderer gesperrt, an den Randbereichen aber begehbar. Das Hohe Venn ist eines der größten europäischen Hochmoorgebiete und gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel. Der Deutsch-Belgische Naturpark erstreckt sich auf einer Fläche von rund 2700 Quadratkilometern in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien, jedoch größtenteils auf belgischem Gebiet.
Per Hubschrauber wollte sich die Feuerwehr am Vormittag einen genauen Überblick verschaffen. In einem Moor können nicht nur überirdisch die trockenen Gräser brennen. Auch unterirdisch kann Torf kokeln. Doch das gilt mittlerweile als ausgeschlossen. Die Löscharbeiten könnten trotzdem noch mehrere Tage dauern, sagte Marchal. Das Ausmaß sei mit dem letzten Brand in 2004 nicht vergleichbar, bei dem rund 200 Hektar zerstört wurden.
Das Feuer war Montagnachmittag ausgebrochen, anscheinend in der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen. Mit dem starken Wind hatten sich die Flammen in dem teils unwegsamen Gelände schnell ausgebreitet. Die Rauchsäule war noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. Helfer sprachen von einem Inferno.
Rund 350 Feuerwehrleute, darunter auch 70 deutsche, seien im Einsatz. Das Wasser kommt aus großen Tankwagen, die bis zu 20.000 Liter fassen. Daneben waren Kettenfahrzeuge der Forstverwaltung im Einsatz. Die Feuerwehrleute kämpften verbissen gegen die Flammen und retteten in einer dramatischen Aktion einen Teil des "aktiven" und ökologisch höchst wertvollen Moors.
Die Arbeitsbedingungen seien sehr schwierig, sagte Marchal. Die Helfer müssten viele Meter Schlauch verlegen. Glücklicherweise habe sich der Wind gelegt. "Das Feuer breitet sich nicht weiter aus", sagte auch der belgische Einsatzleiter Vincent Bastin nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga.
Die Feuerwehr hatte ihre Zentrale zunächst in ein Ausflugslokal gelegt. Als das Feuer zu nahe herankam, musste sie das Haus aber räumen. Die Nationalstraße zwischen Eupen und Malmedy - eine der Hauptverbindungen in den Süden Ostbelgiens - ist gesperrt.
Normalerweise sind die Monate Februar und März die brandgefährlichste Zeit im Hohen Venn. Dann müssen Wanderer mit weiträumigen Sperrungen rechnen. Das frische Gras ist um diese Zeit noch nicht ausgetrieben. Bei dem trockenen Gras reicht ein Funke, um einen Großbrand zu entfachen. So extrem trocken wie jetzt war es zuletzt 1947. Medienberichte, nach denen Brandstiftung Ursache gewesen sein soll, bestätigte die Feuerwehr nicht.
Quelle: AFP , dpa
lisa schrieb:
am 26. April 2011 um 17:12:27
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Brand
Ich gehe jeden tag mit meinen Hund im Wald laufen und ich habe mit eigenen Augen gesehen, das selbst Waldarbeiter rauchen und ihre
leeren Flaschen im Wald entsorgen!!!!
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anlieger schrieb:
am 26. April 2011 um 17:07:56
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Feuer in Natur
so etwas passiert nun mal, all diesen "Weltverbesserern" nur eine Ansage: hebt mal euren Arsch von eurem "Beobachterposten"
hoch, und macht selber aktive Naturschutzarbeit in eurer Region.
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Der aus Aachen schrieb:
am 26. April 2011 um 16:56:54
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@Bernd und all die anderen
Wer den Brand gesehen hat spricht üblicherweise von einem Inferno und bei gut 1000 Hektar ist es auch ein
Großbrand. Wer die lokalen Berichte liest, der weis auch, das die Feuerwehr von Unachtsamkeit oder dem unglücklichen Zufall der näturlichen Entzündung, etwa durch Morgentau (Brennglaseffekt) ausgeht. Nichts desto Trotz, wird sich die Natur dort wieder relativ schnell erholen, ein Feuer hat eben auch reinigende Wirkung.
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