09.03.2010, 12:06 Uhr
Griechenland in der Krise: Demonstranten protestieren in Athen gegen die Sparpläne der Regierung (Foto: ddp)
Stillstand in Griechenland: Eine Welle von Streiks legt den Verkehr im Land weitgehend lahm. Sämtliche Busse in Athen sowie die Bahn fahren seit 5 Uhr früh für 24 Stunden nicht mehr. Um die Mittagszeit werden auch die Fluglotsen für vier Stunden streiken. Die Streiks richten sich gegen die drastischen Sparpläne der Regierung, die das hochverschuldete Land am Mittelmeer vor dem Bankrott retten sollen.
Am Vormittag demonstrierten rund 3000 Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME im Zentrum Athens gegen das Sparprogramm. Beamte und andere Staatsbedienstete legen am Freitagmittag für drei Stunden die Arbeit nieder und wollen im Zentrum Athens ebenfalls gegen das neue Sparprogramm demonstrieren. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle, und auch viele Lehrer gehen nicht zur Arbeit. Journalisten des Staatsradios und des Fernsehens sowie der staatlichen Nachrichtenagentur legten die Arbeit für 24 Stunden nieder.
Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird nicht müde zu sagen, er habe zwar "Verständnis dafür", es gebe aber einfach "kein Geld". Am Abend will sich Papandreou in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Merkel hatte deutlich gemacht, dass es bei dem Treffen nicht um mögliche Hilfszusagen geht. Papandreou will der Kanzlerin erläutern, wie er mit einem Milliarden-Sparpaket die Staatsverschuldung drastisch reduzieren will.
Jorgo Chatzimarkakis, FDP-Abgeordneter im Europaparlament, wandte sich scharf gegen die jüngsten Vorschläge deutscher Unions- und FDP-Politiker, Athen möge Staatsbesitz wie etwa unbewohnte Inseln verkaufen. Er sagte im Deutschlandradio Kultur: "Der Vorschlag ist wirklich abenteuerlich. Die Griechen sind im Moment sehr sensibel. Und dann geht so was wirklich unter die Haut."
Hinter den jüngsten Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten vermutet Chatzimarkakis gezielte Angriffe gegen den Euro. Spekulanten wollten weitere Länder wie Spanien, Italien und Portugal attackieren. "Je eher die Euro-Familie zusammenrückt, desto besser ist das", mahnte der FDP-Parlamentarier, der sowohl den deutschen, als auch den griechischen Pass besitzt.
Nach einer repräsentativen Umfrage, die der größte griechische Nachrichtensender Skai am Freitag veröffentlichte, befürchten 62 Prozent der Befragten, dass es in Griechenland wegen des Schock-Sparprogramms in den nächsten Monaten zu sozialen Unruhen kommen könnte. 78 Prozent glauben aber, dass die Regierung die Maßnahmen trotzdem durchsetzen wird.
Quelle: dpa
Getz schrieb:
am 11. März 2010 um 09:39:11
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Griechen
Regt euch nicht auf die Angie zahlt das alles - kein Problem! Werden halt die Steuern erhöht!
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Freddie schrieb:
am 9. März 2010 um 18:57:23
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GR
Wir sollten nicht allzu selbstgerecht mit den Fingern auf die Griechen zeigen. Auch in Deutschland lebt man schon lange über seine
Verhältnisse. Auch bei uns wird die Rechnung irgendwann kommen. Wie heißt es so schön: Wer im Glashaus sitzt......
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dachhase schrieb:
am 9. März 2010 um 18:37:29
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griechenland
ich verstehe die ganze aufregung nicht ........raus aus der Eu mit denen ..und fertig !! wir haben selber schon mehr als genug
Schulden und brauchen nicht noch die von Griechenland ...!!! wer hilft UNS denn ??????
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