11.03.2010, 11:04 Uhr | dpa
Demonstranten in Griechenland tragen symbolisch die Wirtschaft des Landes zu Grabe (Foto: AP)
Mit einer Streikwelle haben die griechischen Gewerkschaften das Land am Donnerstag praktisch lahmgelegt. Sie protestieren damit gegen die Sparpläne der Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise. Besonders betroffen ist der Verkehr.
Da auch die Fluglotsen streiken, wurden bereits seit Mitternacht sämtliche Flüge von und nach Griechenland gestrichen. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn werden bestreikt. Im Radio und Fernsehen gibt es keine Nachrichten, da auch die Journalisten für 24 Stunden in den Ausstand treten. Die meisten Behörden bleiben geschlossen, ebenso Schulen und Universitäten. In den Krankenhäusern werden nur Notfälle behandelt. Geschäfte, Supermärkte, die meisten Banken und die Hotels haben dagegen geöffnet. Auch die Taxis fahren.
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou äußerte Verständnis für den Unmut der Bürger, es gebe aber einfach "kein Geld". Das harte Sparprogramm seiner sozialistischen Regierung sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vor. Die Mehrwertsteuer wurde um zwei Prozentpunkte erhöht. Indirekte Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoffe wurden gleich zweimal innerhalb weniger Wochen um rund 20 Prozent erhöht.
Griechenland hat Schulden in Höhe von fast 300 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat die griechischen Staatsfinanzen unter ihre ständige Aufsicht gestellt. Bei einem Generalstreik war es am vergangenen Freitag zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.
Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, lobte derweil die griechischen Sparanstrengungen. Die internationalen Finanzmärkte hätten den Sparkurs durchaus positiv aufgenommen, sagte Juncker auf "NDR Info". "Daher kann von einem Ablenkungsmanöver der Griechen nicht die Rede sein." Er begrüßte zudem den Vorschlag, einen Europäischen Währungsfonds zu gründen. "Allerdings kann ein solcher Fonds nicht alle Probleme lösen", sagte er. Jeder Euro-Staat müsse seine Finanzen zunächst selbst in Ordnung bringen.
Quelle: dpa
Der Erisch schrieb:
am 12. März 2010 um 00:43:15
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Griechenland
Beruhigend: Die größten Schmarozer der EU streiken und wer soll mal wieder für deren Finanzen gerade stehen?!?
...kleiner
Tip: Ich weiß jetzt, warum ich vermutlich bis 70 arbeiten gehen darf, während in Griechenland Leute mit 50 locker in Rente gehen können... DANKE Griechenland, DANKE EU...
Was würden die eigendlich machen, wenn Deutschland aus der EU gehen würde? ...oder Frankreich?
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O T T O schrieb:
am 11. März 2010 um 23:22:59
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DUMME DEUTSCHE??!!
Die leben von den Deutschen, hassen und beschimpfen sie aber (95 % der Bevölkerung mögen die Deutschen nicht, hassen
sie sogar):
1. Die Deutschen bringen Euros als Urlauber.
2. Die Deutschen sind die größten Zahler in die EU-Kasse und finanzieren mit Milliarden die Misswirtschaft
3. Die Deutschen sind die größten Kreditgeber
Die handfesten Gaunereien der Griechen sind ja nicht neu; auch nicht die von Portugal, Spanien, Irland und Italien. Das weiß man alles schon sehr lange!!!
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Sven schrieb:
am 11. März 2010 um 15:39:48
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Griechen
Blos raus aus der EU mit denen!Erst Schulden machen wie verrückt und dann auch noch Streiken!Sollen mal lieber arbeiten gehen und
versuchen die Defizite wieder in die kasse zu bekommen anstatt zu streiken!
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