05.01.2012, 10:31 Uhr
Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos befürchtet einen neuen Staatsbankrott (Quelle: dpa)
Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos hat die Gewerkschaften seines Landes aufgefordert, weitere Lohnkürzungen zu akzeptieren. Andernfalls drohe dem griechischen Staat schon im März der Bankrott, warnte der Politiker bei einem Treffen mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern in Athen.
Papademos machte nach Angaben seines Büros keinen Hehl daraus, dass eine "unkontrollierbare Staatspleite" die Konsequenz wäre, wenn nicht sofort neue Sparmaßnahmen beschlossen werden. Griechenland müsse dringend wieder konkurrenzfähig werden.
Griechenland muss zur Sicherung der nächsten Kredit-Tranche von EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) einen radikalen Sparkurs durchhalten.
"Wenn wir unseren wichtigsten Erfolg - die Teilnahme am Euro und die Verhinderung einer massiven, vertikalen Einkommensentwertung sichern wollen, zu der ein Ausstieg aus dem Euro führen würde, dann müssen wir eine kurzfristige Einkommensminderung hinnehmen", sagte Papademos seinem Redemanuskript zufolge.
Ohne notwendige Anpassungen "an die Realität" sei die Auszahlung der nächsten Kreditrate nicht garantiert, sagte Papademos. "Mit Beginn des Jahres 2012 treten wir in die höchst entscheidende Phase für den Kurs der griechischen Wirtschaft ein", sagte der Ministerpräsident.
Von den Gewerkschaften erntete Papademos allerdings Ablehnung. Der Chef der Gewerkschaft GSEE, Yannis Panagopoulos, bestand nach dem Treffen darauf, dass der nationale kollektive Tarifvertrag - einschließlich des darin vereinbarten Mindestlohns und der 13. und 14. Monatsgehälter - nicht zur Disposition stehe.
Arbeiter und Rentner seien durch die Krise unverhältnismäßig hoch belastet worden und hätten nun keinen Spielraum für weitere Kürzungen oder Rücknahmen von Arbeitnehmerrechten, teilte die Gewerkschaft mit. Den öffentlichen Angestellten wurden die beiden Extra-Gehälter im Rahmen der Sparmaßnahmen bereits gestrichen.
Der Chef des Arbeitgeberverbands Hellenic Federation of Enterprises, Dimitris Daskalopoulos, sagte, sein Verband werde alles in seiner Macht Stehende tun, damit die Mindestlöhne nicht gesenkt würden.
Vor dem nächsten Besuch der internationalen Finanzinspektoren Mitte Januar hatte der griechische Regierungssprecher Pantelis Kapsis auch ein Ausscheiden aus der Eurozone nicht mehr ausgeschlossen.
Athen musste bereits im Mai 2011 mit internationaler Hilfe in Höhe von 110 Milliarden Euro gerettet werden. Eine zweite Zahlung von 130 Milliarden Euro wurde im Oktober bewilligt. Die Umsetzung ist aber an Bedingungen geknüpft.
Quelle: dapd
Ego schrieb:
am 5. Januar 2012 um 20:09:06
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(2)
GR
Das schöne Land Griechenland hängt am Tropf der EU. Leider scheint dieser Tropf ein Gefäss ohne Boden zu sein. Und die meiste Medizin
dazu spendet Deutschland. Auf Kosten der eigenen Landsleute. Oder irre ich?
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Susi schrieb:
am 5. Januar 2012 um 19:34:06
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(10)
Griechenland-Pleite
Hallo Papa-Minus, ach ne, Papademos : Du musst dich nicht sorgen, hast doch die Merkel und alle anderen. Die geben dir
wieder was, bis wir auch nichts mehr haben. Wenn wir alle nichts mehr haben, dann streiten wir uns, vielleicht gibts dann auch wieder Krieg. Dann fangen alle wieder von vorne an. Alle haben wieder Arbeit, viele brauchen keine Rente mehr. Hat doch was. Oder?
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Odysseus schrieb:
am 5. Januar 2012 um 19:18:35
(57)
(1)
Es ist vorbei
Die diversen Grüppchen in GR haben es immer noch nicht begriffen, daß sie ihren politischen, finanziellen und
wirtschaftlichen Suizid einläuten. O.K.
man sieht sich in 20 Jahren noch mal. Derzeit heißt es CIAO.
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