28.01.2012, 12:48 Uhr
Führende Politiker der schwarz-gelben Koalition sprechen sich gegen die Forderung nach höheren Hilfen für Griechenland aus. "Für Reformstillstand gibt es kein Geld", sagte CSU-Chef Horst Seehofer dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die CSU lehne neue Hilfen für Griechenland über die beschlossenen Programme hinaus ab. "Wenn die Griechen die Reformprogramme nicht umsetzen, kann es keine weiteren Hilfen geben."
Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle forderte eine harte Haltung gegenüber Athen: "Solidarität ist keine Einbahnstraße, insofern muss die Europäische Gemeinschaft hart bleiben und die notwendigen Strukturreformen einfordern."
Die ersten Koalitionsabgeordneten kündigten an, gegen ein neues Griechenlandpaket stimmen zu wollen. Der FDP-Abgeordnete Erwin Lotter, der bisher allen Euro-Rettungspaketen zugestimmt hat, würde das im Falle Griechenlands nicht mehr tun. Er erwarte in Athen einen Staatsbankrott. "Die Probleme können mit mehr Geld nicht gelöst werden", sagte er dem "Spiegel".
Auch der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach kündigte an, er werde nicht für neue Griechenlandhilfen stimmen: "Den Griechen fehlt nicht der politische Wille, sondern die ökonomische Kraft, um wieder auf die Beine zu kommen."
Auf die Länder der Euro-Zone kommen dem Magazin zufolge mit dem zweiten Rettungspaket für Griechenland neue Lasten zu. Zusätzlich zu den im Oktober beschlossenen 130 Milliarden Euro benötige das Land noch einmal 15 Milliarden Euro, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds. Grund sei die verschlechterte wirtschaftliche Lage in Griechenland. Die Troika gehe nicht davon aus, dass das fehlende Geld bei privaten Gläubigern eingesammelt werden könne.
Quelle: dapd , AFP
Demokrat schrieb:
am 28. Januar 2012 um 19:38:47
(144)
(2)
Griechenland in Europa
egal was in den europ. Verträge vereinbart wurde: über den Verbleib in der EU muß von den (zahlenden) Bürgern
abgestimmt werden, nicht von irgendwelchen, demokratisch nicht legitimierten Politikern.
mehr
Kommentar melden
Robin`s Nest schrieb:
am 28. Januar 2012 um 19:37:25
(148)
(0)
Griechenland
Die Lage in Griechenland ist eskaliert und kann auch durch das immer
größere Auftürmen von Schulden nicht beseitigt werden.
Die industriellen
Unterschiede in der Europäischen Währungsunion sind einfach zu groß!
Gerade heute wurde die Kreditwürdigkeit weiterer Länder herabgestuft.
Und dies zu Recht. Die öffentlichen Finanzen dieser Länder sind völlig
in Unordnung.Diese Länder(Incl. Frnkreich) halten die Europ.Zentralbank
für eine Gelddruckmaschine! Eine gefährliche Einstellung.(Inflation)!!!!
mehr
Kommentar melden
thewho schrieb:
am 28. Januar 2012 um 19:17:22
(155)
(1)
€
hoffentlich knicken unsere Pappnasen nicht wieder ein! Selbst wenn wir die Schulden von allen übernehmen würden: In kürzester Zeit
würden die wieder neue machen und sich darauf verlassen, dass wir dann auch die noch übernehmen. Der € ist gescheitert - hoffentlich kapieren das unsere Politiker auch bald!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video