08.09.2010, 13:03 Uhr
Polizisten machen sich mit einer Tauchergruppe auf den Weg zum nahe gelegenen Heidesee. 1.000 Polizisten suchen im Großeinsatz nach Mirco. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Auch am fünften Tag nach seinem Verschwinden suchen rund 1000 Einsatzkräfte am Niederrhein jeden Winkel nach dem zehn Jahre alten Mirco ab. Wegen eines Missverständnisses hatten die Eltern ihren Sohn erst am Samstagmorgen vermisst gemeldet.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Mirco Opfer eines Verbrechens wurde. Findet die Polizei den Jungen heute nicht, will sie ihre Suche auf Holland ausdehnen, berichtet die Online-Ausgabe der "Bild".
Wegen eines tragischen Missverständnisses hatten Mircos Eltern ihren Sohn erst am Samstagmorgen vermisst gemeldet. Seine Mutter war früh ins Bett gegangen und hatte ihrem Mann noch gesagt, dass Mirco auf dem Nachhauseweg sei. Mircos Vater, der am Computer saß, habe dies wohl nicht mitbekommen oder falsch verstanden. Er sei später auch schlafen gegangen, ohne bemerkt zu haben, dass der Zehnjährige noch immer nicht nach Hause gekommen war.
Der Junge hatte sich am Freitag mit einem Freund auf einer Skater-Anlage in Grefrath aufgehalten. Am Abend brachte er seinen Freund nach Hause und machte sich auf den Heimweg, nachdem seine besorgte Mutter ihn angerufen hatte. Seitdem ist er verschwunden.
Am Dienstag wurden laut Polizei bis zum Einbruch der Dunkelheit bereits einige Gegenstände gefunden: "Kleidung, Messer, Tonnen, alter Krempel, den die Leute so wegwerfen", sagte die Sprecherin. Ob die Sachen mit dem Verschwinden des Jungen in Verbindung stehen könnten, werde untersucht.
Bisher seien rund 200 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Nach wie vor fehle jedoch der entscheidende Hinweis auf den Typ des dunklen Wagens, der am Freitagabend am Ortsausgang von Grefrath an einem Feldrand geparkt war. Zeugen hatten das Auto genau an der Stelle gesehen, an der später Mircos Fahrrad entdeckt wurde.
Der Junge ist etwa 1,50 Meter groß und hat kurzes blondes Haar, das er zu einem Irokesenschnitt frisiert hat. Er ist mit einer grauen Jogginghose und einem T-Shirt bekleidet. Zuletzt war er mit einem grasgrünen Fahrrad, einem sogenannten Dirt-Bike, unterwegs gewesen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 02162-3770 entgegen.
Quelle: dpa
Helga schrieb:
am 8. September 2010 um 19:44:39
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Ihr kleiner Sohn
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Kraft diese ungewisse Zeit durchzustehen.
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Unfassbar schrieb:
am 8. September 2010 um 19:36:57
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MIRCO
Erst jetzt lese ich, dass die Eltern den Jungen erst am Morgen vermisst haben, man stelle sich vor , ein10 jähriger Junge wird abends
um neun nicht vermißt ????Ich bedauere in solchen vermißten Situation eigentlich immer die Familie, aber hier bin ich fassungslos über die Leichtfertigkeit ( Gleichgültigkeit ) von manchen Eltern. Mir tut das Kind noch im Nachhinein entsetzlich leid und wer weiß, was er jetzt durch irgendein Schwein noch mitmacht oder mitgemacht hat !!!!!!!!!!!!!!!!!
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Barbara schrieb:
am 8. September 2010 um 19:22:32
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mirco
Ich hoffe, dass die vielen gedankenlosen Eltern in unserem Land aufrüttelt und an die eigene Verantwortung für ihre Kinder erinnert
werden! Wie kann es passieren, dass ein 10-jähriger nachts draußen spielt, während die Eltern ungerührt ins Bett gehen! Statt in den Computer zu glotzen, hätte der Vater sich auf die Suche nach seinem Kind begeben müssen.
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