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Golf von Mexiko: Mikroben vertilgen Öl im Eiltempo

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Mikroben vertilgen Öl im Eiltempo

25.08.2010, 13:55 Uhr | mbe

Arbeiten im Golf von Mexiko (21. August): Bakterien verzehren Öl überraschend schnell (Foto: Reuters)

Arbeiten im Golf von Mexiko (21. August): Bakterien verzehren Öl überraschend schnell (Foto: Reuters)

Wie konnte ein Teil des Öls im Golf von Mexiko offenbar so schnell verschwinden? Forscher präsentieren jetzt eine Erklärung: Eine bisher unbekannte Bakterienart hat enormen Appetit auf das Öl - und eine besondere Fähigkeit.

Rund 800.000 Millionen Liter Öl sind nach der Havarie der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" in den Golf von Mexiko geströmt - und ein großer Teil hat nie die Wasseroberfläche erreicht, sondern treibt in großen Schwaden im Ozean. Erst vergangene Woche haben Forscher berichtet, dass sie im Juni eine 35 Kilometer lange Ölfahne entdeckt haben.

200 Proben genommen

Jetzt berichten Experten im Wissenschaftsblatt "Science", dass die Wolke in einer Tiefe von 1100 Metern mit einer außergewöhnlich hohen Geschwindigkeit abgebaut wird. Um die Ursache herauszufinden, nahm das Team um Terry Hazen vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien mehr als 200 Wasserproben von 17 verschiedenen Standorten innerhalb der Wolke. Mittels moderner gentechnischer Methoden untersuchte das Team nach ölabbauenden Mikroorganismen.

Dabei fanden die Wissenschaftler ortsansässige Mikroben, zu denen auch eine bisher unbekannte Art zählt. Sie bevorzugen demnach eine kalte Umgebung, weshalb sie sich in großen Wassertiefen wohlfühlen.

Bakterien kommen mit wenig Sauerstoff aus

Die Tiefseebakterien unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von anderen Arten: Sie verbrauchen weniger Sauerstoff. Anderen ölabbauenden Mikroorganismen macht schnell der Sauerstoffmangel zu schaffen, sobald sie sich massenhaft vermehren. In der Folge können sogenannte Todeszonen im Wasser entstehen - Regionen, in denen aufgrund des Sauerstoffmangels kaum noch Leben möglich ist.

Das scheint bei den in der Ölwolke entdeckten Mikroben jedoch nicht der Fall zu sein: Die Sauerstoffkonzentrationen außer- und innerhalb der Wolke unterschieden sich nur geringfügig, schreiben Hazen und seine Kollegen. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte das häufige Auftreten von natürlichen Öllecks im Meeresboden in dieser Region die Bakterien dazu gebracht haben, sich besonders gut an Öl anzupassen.

Frühere optimistische Einschätzung doch richtig?

Die Ergebnisse könnten bedeuten, dass die optimistische Einschätzung der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA möglicherweise doch richtig sind. Die NOAA war Anfang August zu dem Ergebnis gekommen, dass rund drei Viertel des ausgetretenen Öls bereits verschwunden seien. Andere Experten hatten die Entwarnung als vorschnell bezeichnet - unter anderem mit dem Hinweis auf die 35 Kilometer lange Ölfahne, die allerdings bereits im Juni analysiert wurde. Die jetzt gefundenen Bakterien könnten eine Antwort auf die Frage liefern, wie das Öl so schnell verschwinden konnte.


mbe  

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Kommentare (34)

zum Forum

Thema: "Golf von Mexiko: Mikroben vertilgen Öl im Eiltempo"

Naturfreund schrieb: am 25. August 2010 um 19:38:03
(0) (0) Selbstheilungskräfte
Die Erde hat schon ganz andere Dinge bewältigt als diesen läppischen Ölunfall. Erdöl ist ein Naturprodukt, klar das
es da Bakterien gibt, die das im Laufe der Zeit beseitigen.Viel,viel schlimmer sind die Millionen Tonnen Plastikabfälle, die im Meer schwimmen u.Fische töten.Auch der angeblich "von Menschen gemachte Klimawandel" ist eine gezielte Lüge an der die Finanzmafia (und Merkel) Geld ohne Ende "verdienen". Nein, sie stehlen es uns, nachdem sie uns vorher "verblödet" haben. Wacht auf !
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im endeffekt schrieb: am 25. August 2010 um 19:33:49
(0) (0) ????????????
es ist garantiert Propagand , das das Öl nict dort bleibt und der drck sich verteilt un dann plötzlich unsichtbar macht-wird
ist klar, schönn würe es wenns in der Politik so einfach wäre
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lieb schrieb: am 25. August 2010 um 19:31:48
(0) (0) und nützlich
ab mit denen in die meisten regierungen und den Unrat vertilgen , auch wenns nicht schmeckt

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