Hier sollte sie sein. Doch Forscher fanden die Insel Bermeja nicht (Foto: Google Earth)
Weil eine vermeintliche Insel vor seiner Küste gar nicht existiert, ist der Ölreichtum Mexikos kleiner als gedacht. Das alten Karten zufolge angeblich 80 Quadratkilometer große Inselchen Bermeja gibt es gar nicht. Dies geht aus einer veröffentlichten Studie der Universität von Mexiko-Stadt hervor. Damit reicht das Territorium von Mexiko nicht so weit in den Golf von Mexiko hinein wie bisher angenommen.
Die Studie war vom mexikanischen Parlament in Auftrag gegeben worden, um gemäß internationalem Recht die 370 Kilometer abzustecken, innerhalb derer ein Land die Bodenschätze vor seiner Küste ausbeuten darf. Ohne die Insel Bermeja sind die Alacranes-Inseln der äußerste mexikanische Vorposten im Golf. Damit verkleinert sich das Gebiet, in dem Mexiko nach Öl bohren darf.
Für die Studie war eine Forschungsschiff auf die Suche nach der Insel gegangen, die in vielen alten Karten der Region eingezeichnet ist. Außerdem wurde aus der Luft nach dem Eiland gesucht. Sieben Universitäten waren an den Nachforschungen beteiligt. Dabei seien auch Ultraschall-Messungen bis zu einer Tiefe von 472 Metern vorgenommen worden. In Mexiko hatte es zuvor Vermutungen gegeben, die Insel könnte wegen des Klimawandels inzwischen im Meer versunken sein.