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Mutmaßlicher Seeräuber von Bundeswehr erschossen
07.09.2009, 16:16 Uhr
Die deutsche Fregatte "Brandenburg" ist vor Somalia an der europäischen Anti-Piraten-Mission Atlanta beteiligt (Foto: dpa)
Bei einem Einsatz der deutschen Fregatte "Brandenburg" im Golf von Aden ist ein mutmaßlicher Pirat erschossen worden. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, reagierte ein verdächtiges Ruderboot mit fünf bewaffneten Insassen nicht auf Warnschüsse der Fregatte. Der Kommandant der EU-Mission Atalanta habe daraufhin die Erlaubnis zum Schießen gegeben.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge um 5.40 Uhr. Einer der Insassen des Ruderbootes sei dabei schwer verletzt worden und trotz sofortiger medizinischer Hilfe gestorben. Die anderen mutmaßlichen Piraten hätten nach dem Beschuss die Waffen und eine Enterleiter über Bord geworfen. Die Fregatte "Brandenburg" überprüfe derzeit die Verdächtigen und deren Boot.
Anti-Piraten-Einsatz der EU
Deutschland ist vor der Küste
Somalias mit rund 660 Bundeswehrsoldaten und drei Fregatten am Anti-Piraten-Einsatz der EU beteiligt. Neben der "Brandenburg" sollen auch die "Karlsruhe" und die "Bremen" am Horn von
Afrika Seeräuber abschrecken und Schiffe zum Schutz vor Angriffen begleiten.
Sprengstoff und Handgranaten auf Ruderboot
Bundeswehrsoldaten haben bereits mehrfach schwerbewaffnete Piraten aufgespürt und gestoppt. So stellten Soldaten der Fregatte "Bremen" Mitte August auf einem Ruderboot Sprengköpfe für Panzerabwehrhandwaffen, eine Handgranate und Sprengstoff sicher.
Piratenproblem vor Somalia
Vor der somalischen Küste geraten immer wieder Schiffe in die Hände von Seeräubern. Nach einer Lösegeldzahlung ließen Piraten Anfang August den deutschen Frachter "Hansa Stavanger" frei. Er hatte sich vier Monate in ihrer Gewalt befunden. Am Montag forderten somalische Piraten 14 Millionen Euro Lösegeld für einen türkischen Frachter, teilte die zuständige Reederei in Istanbul mit.
Quelle: AFP