22.03.2010, 09:21 Uhr | dpa
Auf Island wurde nach einem Vulkanausbruch der Notstand erklärt (Foto: AP)
Islands Behörden haben nach einem Vulkanausbruch unter dem Eyjafjalla-Gletscher Anwohner in Sicherheit gebracht und Verkehrsverbote erlassen. Der Vulkan war in der Nacht zum Sonntag zum ersten Mal seit 1823 wieder aktiv geworden.
Knapp 500 meist auf einsamen Bauernhöfen rund um den Gletscher lebende Isländer mussten nach dem ersten Alarm ihre Häuser im südlichen Teil der Atlantikinsel verlassen. Transatlantikflüge mussten Island weiträumig umfliegen. Der Verkehr auf dem internationalen Flughafen Keflavik sowie auf den Flugplätzen von Reykjavik und Akureyri wurde für mehrere Stunden vorübergehend eingestellt. Die wichtigste nationale Straßenverbindung entlang der Südküste blieb gesperrt.
Trotz des sofort ausgerufenen Ausnahmezustandes äußerten Experten überwiegend die Erwartung, dass der Ausbruch gut 120 Kilometer östlich der Hauptstadt Reykjavik begrenzt bleiben werde. Geologen erklärten nach ersten Hubschrauberflügen, der Riss durch die Vulkanaktivitäten unter dem Gletscher erstrecke sich über eine Länge von knapp einem Kilometer. Als größte Gefahr stuften die Behörden Überschwemmungen durch Schmelzwasser ein.
Island ist durch vulkanische Aktivitäten entstanden. Der bekannteste und aktivste Vulkan ist Hekla. Er war zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen und hatte dabei mehr als zehn Kilometer hoch Lava ausgestoßen. Von insgesamt 140 isländischen Vulkanen sind 30 noch aktiv. Tote gab es zuletzt 1783, als beim einzigen Ausbruch des Laki 9000 Menschen ums Leben kamen. 1996 sorgte der Ausbruch des Vulkans Bardabungu unter dem Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas, für eine gigantische Überschwemmung durch Schmelzwasser.
Quelle: dpa
Thylon schrieb:
am 15. April 2010 um 13:47:45
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Klimawandel
@Dr. Hasso Hess
"In Island brechen seit Jahrtzehntausenden regelmäßig Spalten auf, aus denen Lava strömt, auch als an
Klimawandel nicht zu denken war."
Falsch: Klimawandel gab es schon auf der Erde als auf selbiger noch gar kein Leben möglich war, welches hätte denken können.
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Dr. Harro Hess schrieb:
am 25. März 2010 um 11:33:04
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Vulkanausbruch in Island
Es ist absurd, den Klimawandel hier ins Spiel zu bringen. In Island brechen seit Jahrtzehntausenden regelmäßig
Spalten auf, aus denen Lava strömt, auch als an Klimawandel nicht zu denken war.Hier zerreist die Erdkruste. Spalteneruptionen haben das Land an den Rand des Ruins gebracht haben, weil dabei giftige Gase Mensch und Tier vernichtet haben.Viele Berge Islands belegen Vulkanismus unter dem Eis. Bitte nicht immer gleich alles skandalieren ,und Zusammenhänge herstellen, die es nicht gi
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Wolfi-10 schrieb:
am 21. März 2010 um 21:34:32
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Vulkanausbruch
Man sollte Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Die Vorgänge in der Asthenosphäre sind sehr kompliziert und durch den
Menschen nicht zu beeinflussen. Island liegt eben auf dem Mittelatlantischen Rücken, der Schwächezone im Atlantik. Aus eigenem Erleben dieser geologisch wunderschönen Insel wünsche ich der isländischen Regierung, dass sie die Menschen immer rechtzeitig schützen kann.
Bei einer Naturkatastrophe sind Schuldzuweisungen unangebracht, wenn nicht grobfahrlässig gehandelt wur
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