19.01.2012, 15:25 Uhr
Schon nach zweiwöchiger Ruhestellung einer Hand passen sich die zuständigen Gehirnregionen an den erzwungenen Wechsel an. "Die Ruhigstellung der rechten Hand verändert in Kürze die sensorischen und motorischen Hirnareale", schreiben Studienautor Nicki Langer und seine Kollegen von der Universität Zürich.
Demnach nimmt die graue und weiße Hirnsubstanz der Areale in der linken Hirnhälfte - die die ruhiggelegte rechte Hand kontrollieren - ab. Die Hirnsubstanz der rechten motorischen Areale, die die untergeordnete linke Hand steuert, wachsen hingegen.
Die Neuropsychologen hatten zehn Rechtshänder mit gebrochenem rechten Oberarm untersucht. Wegen des Gipses konnten sie 14 Tage lang ihre rechte Hand nicht oder nur wenig bewegen. Zum Essen, Zähneputzen oder Schreiben benutzten sie ihre linke Hand. Die Hirnstruktur der Testpersonen wurde 48 Stunden nach der Verletzung und 16 Tage nach der Ruhigstellung mittels Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) analysiert. Die Studie erschien im Fachjournal "Neurology".
Graue und weiße Hirnsubstanz wurden analysiert, die Dicke der Hirnrinde berechnet und die Feinmotorik der linken, freibeweglichen Hand gemessen. Die zuständigen Hirnareale in der linken Gehirnhälfte seien deutlich geschrumpft, sagte Langer. Das habe bei der Steuerung (Motorik) für alle zehn und bei der Wahrnehmung (Sensorik) für acht der zehn Versuchspersonen gegolten. Die Geschwindigkeit des Prozesses sei überraschend.
Die Hirnsubstanz der motorischen Bereiche in der rechten Hirnhälfte dagegen wachse, die Feinmotorik der linken Hand verbessere sich, so Langer. Interessant seien die Ergebnisse für die Therapie von Schlaganfällen, nach denen der unbeschädigte Arm ruhiggestellt werde, um den betroffenen Arm und das entsprechende Hirnareal zu stimulieren. Die Studie zeige, dass diese Therapie sowohl positive als auch negative Effekte habe, sagte Langer.
Quelle: dpa
Gips schrieb:
am 19. Januar 2012 um 16:48:37
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Arm
Hat man bei Arme in Gips, was passiert dann im Gehirm? Dazu braucht man keine wissentschaftliche Untersuchung. Man braucht nur in den
deutschen Bundestag zu schauen, da haben alle Abgeordnete ihre Arme ständig in Gips.
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unbekannt schrieb:
am 19. Januar 2012 um 15:02:49
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abgebaute Hirnsubstanz
Natürlich regeneriert sich die abgebaute Hirnsubstanz, sobald die Patienten ihren gebrochenen Arm bzw. Hand wieder
nutzen. Wird die gebrochene Hand wieder öfters genutzt, so baut sich die entsprechende Region wieder auf und dafür die andere Region wieder ab. Außer der Patient nutzt weiterhin die nicht gebrochene Extremität. Dann ist die motorische und sensorische Aktivität der Region weiterhin nicht hoch.
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Smiley schrieb:
am 19. Januar 2012 um 14:08:14
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Gipsarm
interessant wäre es auch zu erfahren, ob sich die abgebaute Hirnsubstanz nach der Heilung des stillgelegten Arms wieder regenieren
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