23.04.2010, 13:12 Uhr | dpa, apn
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder wünscht sich mehr deutsch-türkische Schulen (Foto: dpa)
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützt den Vorstoß Ankaras für mehr deutsch-türkische Schulen. "Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat einen guten Vorschlag gemacht. Wir brauchen in unserem Land mehr deutsch-türkische Schulen, denn das hilft nicht nur bei der Integration, sondern es bringt unserem Land auch ein Stück mehr Internationalität", schrieb Schröder in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung.
Zudem sollten künftig mehr türkischstämmige Lehrerinnen und Lehrer beschäftigt werden, die an deutschen Universitäten ausgebildet wurden. "Auch dies wäre ein wichtiger Integrationsbeitrag."
Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses des Auswärtigen, Ruprecht Polenz (CDU), hält es allerdings für unerlässlich, "dass die aus der Türkei stammenden jungen Migranten Deutsch lernen und gut Deutsch sprechen müssen". Ein zweisprachiges Gymnasium, das zum deutschen Zentralabitur führe, sei denkbar, sagte er der "Passauer Neuen Presse". Darüber entschieden allerdings die Länder.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel kritisierte die Türkei-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterdessen scharf. Im Gespräch mit der "Berliner Zeitung" sagte er, Merkel mache aus innenpolitischen Gründen "Ideologie statt Politik" gegenüber der Türkei. "Sie opfert die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands in den deutsch-türkischen Beziehungen, nur um innenpolitisch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen von antitürkischen Ressentiments profitieren zu können", wird Gabriel zitiert. Statt eine Debatte über den EU-Beitritt des Landes zu führen, solle die Kanzlerin konkrete Ziele wie eine Verdoppelung des Handelsvolumens binnen fünf Jahren setzen, empfahl der SPD-Chef.
In der Diskussion über einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union verlangt die FDP ein Machtwort von Merkel. Die grundsätzliche Ablehnung des Beitritts durch zahlreiche Vertreter aus CDU und CSU stehe nicht im Einklang mit dem Koalitionsvertrag, sagte der europapolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Michael Link, der "Süddeutschen Zeitung".
"Wir würden uns wünschen, dass die Kanzlerin den Koalitionsvertrag auch in der eigenen Partei durchsetzt", sagte Link. Wie bei einem "Pawlowschen Reflex" werde mit dem Thema Türkei innenpolitisch Stimmung gemacht, beklagte der FDP-Politiker. Das sei so, obwohl die Entscheidung über eine EU-Mitgliedschaft erst in vielen Jahren anstehe. "Die Kritiker der Beitrittsverhandlungen verkennen, dass die Türkei enorm an strategischer Bedeutung gewonnen hat", sagte Link. "Und sie verkennen, dass wir eigentlich schon längst eine privilegierte Partnerschaft mit der Türkei haben."
Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und FDP die 2005 aufgenommenen Beitrittsverhandlungen als "Prozess mit offenem Ende, der keinen Automatismus begründet und dessen Ausgang sich nicht im Vorhinein garantieren lässt" bezeichnet.
Quelle: dpa , dapd
Lora schrieb:
am 31. März 2010 um 19:45:15
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Schröder
Dieser Ex Basta-Kanzler und sein Genosse Gabriel schaffen es sicher noch die einst große Volkspartei SPD unter 5% zu bringen.
Bravo die Herren, weiter so.
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Politolix schrieb:
am 31. März 2010 um 19:42:35
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WIE
kommt man wohl an türkischstämmige Lehrer heran , die an deutschen Universitäten ausgebildet wurden?!
Sorry, wichtig ist der erste
Schritt, nämlich die deutsche Sprache schon im Kindergarten zu erlernen durch geeignetes und AUSREICHENDES Personal bis rauf zu den Grundschulen und auch weiterführenden Schulen!Leider geht stattdessen der Deutschuntericht immer stärker den Bach runter, wie in Mathe . Naturwissenschaften, Sprachen usw.Auch deutsche Schüler stehen schlechter da, als früher!!!
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laroca schrieb:
am 31. März 2010 um 19:20:54
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Schröder
der mann sollte sich geschlossen halten.
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