16.05.2011, 08:08 Uhr
Die Söldner-Truppe von Blackwater war beim Irakeinsatz höchst umstritten (Foto: AFP) (Quelle: AFP)
Erik Prince, Milliardär und Gründer der skandalumwitterten amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater, baut im Golf-Emirat Abu Dhabi eine geheime Söldner-Armee auf. Der auf 800 Mann angelegte Trupp mit Männern hauptsächlich aus Kolumbien und Südafrika sei eine fixe Idee des Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan, schreibt die "New York Times". Scheich Mohammed ist zugleich auch der stellvertretende Kommandeur der Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate, zu denen Abu Dhabi gehört.
Die Geheim-Armee soll Kommandoaktionen im In- und Ausland ausführen, Öl-Pipelines und Wolkenkratzer vor Terrorangriffen schützen und Bürger- und Gastarbeiter-Revolten niederschlagen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Dokumente, die ihr zugespielt wurden, und Aussagen ehemaliger Angehöriger des Trupps. Sie soll auch bei einem eventuellen Konflikt mit dem Iran zur Verfügung stehen. Kronprinz Mohammed und andere Armeeführer hätten demnach wenig Vertrauen in die Schlagkraft der eigenen Streitkräfte.
Prince selbst taucht in offiziellen Verträgen und anderen Dokumenten nicht auf, sei aber eindeutig die treibende Kraft hinter dem rund 375 Millionen Euro schweren Projekt. Seine Sicherheitsfirma Blackwater hatte sich als Vertragspartner der US-Armee im besetzten Irak einen zweifelhaften Ruhm erworben. Ihre Söldner gingen häufig mit äußerster Brutalität vor. Ihre Aktionen schienen sich auch jeglicher Kontrolle und juristischer Ahndung zu entziehen. Beim schlimmsten Zwischenfall dieser Art erschossen Blackwater-Männer im Jahr 2007 in Bagdad 17 irakische Zivilisten.
Prince verkaufte in der Folge das Unternehmen, das sich in Xe umbenannte. In Abu Dhabi sieht der 41-jährige Amerikaner, den auch eine private Freundschaft mit Scheich Mohammed verbindet, nun offenbar Potenzial für neue Millionen-Geschäfte. Stationiert ist seine Geheim-Armee in einem abgetrennten Teil des Militärlagers Zayed Military City in der Wüste außerhalb der Stadt Abu Dhabi. Der Aufbau verlief allerdings bislang schleppender als gedacht. Ende März hätte die Kampfstärke von 800 Mann erreicht sein sollen, stattdessen waren es 580 Mann.
Grundsätzlich werden keine Muslime angeworben - schließlich würde die Armee künftig gegebenenfalls auch auf Muslime schießen müssen. Die Rekrutierung in Kolumbien erwies sich jedoch als zweischneidiges Schwert: Etliche der Möchtegern-Söldner hatten noch nie eine Waffe in der Hand gehalten und kämpften mit Drogenproblemen. Aber auch die wegen der Geheimhaltung erforderliche Kasernierung im Wüsten-Camp zehre an Moral und Ausdauer des Söldnertrupps, hieß es.
Quelle: dpa
max 100 schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:42:28
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die Guten
Wer sich über die Friedensleistungen der USA informieren möchte, sollte sich mal über google bei Amnesty International
erkundigen. Dort kann sich jeder über die "Friedfertigkeit" dieser Politiker in den letzten 50 Jahren informieren. Vielleicht versteht dann so mancher besser warum es Menschen gibt - nicht nur Islamisten, die diesen Schurken nichts Gutes wünschen !!!
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max 100 schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:27:17
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Demokrat
Hallo ! Ich bin der Meinung, das es dem Westen einen feuchten Mist zu interessieren hat wie Menschen in anderen Ländern leben !
Nichts aber auch gar nichts haben Amerikaner zwecks "Demoratisierung" in andern Ländern verloren! Jeder Staat auf dieser Welt ist souverän ! Das sollten auch unsere Hau drauf Kameraden aus Amerika endlich begreifen!
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Nicky68 schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:23:18
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Söldner
Eine schreckliche Idee: Die Scheich-Familie in Abu Dhabi kauft mit den Schät-zen des Landes Söldner ein, um die andere
Bevölkerung in Schach zu halten.
Es geht nicht um das Land, sondern allein um die Macht einer Familie, und die
sichert eine Räuberbande, die für Geld alles tut.
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