Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Krisen & Konflikte >

Geheimdokumente: Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen bereit

...

Geheimdokumente: Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen bereit

24.01.2011, 10:44 Uhr

Der TV-Sender Al-Dschasira hat Geheimdokumente zu den Nahost-Friedensverhandlungen veröffentlicht (Foto: dpa)

Der TV-Sender Al-Dschasira hat Geheimdokumente zu den Nahost-Friedensverhandlungen veröffentlicht (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Palästinenser waren einem Medienbericht zufolge während der Friedensgespräche im Jahr 2008 zu weitaus größeren Zugeständnissen an Israel bereit als bislang bekannt. Der arabische Fernsehsender "Al-Dschasira" berichtete unter Berufung auf geheime Dokumente, die Palästinenser hätten unter anderem auf Land verzichten wollen, auf dem jüdische Siedler gebaut hätten.

Der Sender berichtete, die Palästinenser hätten der Regierung in Jerusalem angeboten, bis auf eine alle jüdischen Enklaven in Ostjerusalem zu behalten. Dort leben zurzeit etwa 200.000 Israelis. Im Gegenzug hätten sie den Unterlagen zufolge israelisches Land verlangt, darunter einen Bereich nahe der Grenze zum Westjordanland.

Außerdem sollen die Palästinenser eine vorübergehende internationale Kontrolle des Geländes der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem vorgeschlagen haben. Es sollte demnach von den Palästinensern, Israel, den USA, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien verwaltet werden, bis beide Seiten eine dauerhafte Einigung getroffen hätten.

Israel sollte weniger Flüchtlinge aufnehmen

Beim strittigen Thema Flüchtlinge seien die palästinensischen Unterhändler damit einverstanden gewesen, dass Israel über zehn Jahre hinweg jährlich 10.000 Flüchtlinge aufnehme, insgesamt also 100.000 Menschen, hieß es weiter. Bislang bestehen die Palästinenser auf einem Rückkehrrecht nach Israel für alle palästinensischen Flüchtlinge und ihre Nachkommen - das sind mehrere Millionen Menschen.

Die Regierung in Jerusalem lehnt das als Bedrohung für den jüdischen Charakter des Staats ab.

Palästinenser weisen Berichte zurück

Der führende palästinensische Unterhändler während der Gespräche im Jahr 2008, Ahmed Kureia, sagte, weite Teile der von "Al-Dschasira" zitierten Dokumente seien fingiert. Der derzeitige Chefunterhändler Sajeb Erakat wies den Fernsehbericht als Mischung von Lügen und Wahrheiten zurück.

Erekat sagte der Zeitung "Al-Ayyam", das palästinensische Verhandlungsministerium sei bereit, alle seine Dokumente offenzulegen, um zu beweisen, dass die Berichte von "Al-Dschasira" nicht wahr seien. Arabische Kommentare hatten sich entsetzt über die "Flexibilität" der palästinensischen Verhandlungsführer geäußert.

"Es gibt nichts, was wir vor unseren Brüdern verheimlichen"

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas betonte in Kairo, er habe die Arabische Liga über alle Einzelheiten der Gespräche informiert, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete. "Es gibt nichts, was wir vor unseren Brüdern verheimlichen", wurde er zitiert.

Die Friedensgespräche wurden nach dem Angriff Israels auf den Gazastreifen abgebrochen. Laut den Berichten wurde Abbas vorab über die geplante Invasion informiert; der palästinensische Präsident hatte dies bislang bestritten.

Sender hat nach eigenen Angaben 1.600 Geheimdokumente

Der arabische Fernsehsender "Al-Dschasira" verfügt nach eigenen Angaben über rund 1.600 geheime Dokumente aus den Friedensverhandlungen der vergangenen zehn Jahre. In den Unterlagen geht es demnach unter anderem um "Treffen zur Sicherheitskoordinierung" zwischen Israel und Palästinensern.

Wie der TV-Sender in den Besitz dieser Dokumente gelangte, wurde nicht erklärt. Einige Namen und Telefonnummern habe man aus den Dokumenten, die bis zum kommenden Mittwoch nach und nach ins Netz gestellt werden sollen, herausgestrichen, hieß es.


Quelle: dpa , dapd

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Geheimdokumente: Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen bereit" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Geheimdokumente: Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen bereit" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (12)

zum Forum

Thema: "Geheimdokumente: Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen bereit"

Pollitolix schrieb: am 24. Januar 2011 um 12:36:13
(0) (0) Annalucia
Die Gräben waren einst tiefer! Man darf getrost auf die junge Generation von Juden und Palästinensern hoffen. Die jetzige
Generation von Politikern hat zu sehr gelitten , um zu verzeihen! Dazu gehört auch die Akzeptanz der Juden! Viele wollen nach Israel,weil sie schon wieder Verfolgungen ausgesetzt sind. Die Palästinenser werden oft mit Terroristen gleichgesetzt, weil internationale Anschläge von islamischen Fundamentalisten ANGEBLICH aufgrund der Situation in Israel stattfinden!
mehr Kommentar melden

gordon schrieb: am 24. Januar 2011 um 12:28:39
(0) (0) Israel...
was glauben die Israelis,wie lange sie noch einen Sonderstatus genießen ? Schließlich haben sie das Land einmal von den
Palästinesern bekommen.Ist das ihr Dank ? Wir alle wünschen uns endlich Frieden dort !
mehr Kommentar melden

joiny schrieb: am 24. Januar 2011 um 12:26:27
(0) (0) Schon lange bekannt
Hier wird nichts neues gesagt. Leuten wie Möllemann (FDP) hat diese erkenntnis das Genick gebrochen.

Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt
Wenn es regnet, muss er niesen, weil Wasser in seine Nasenöffnungen läuft: Der Stumpfnasenaffe aus Birma (Quelle: dpa)

Ein Affe, der bei Regen niesen muss. mehr

Schumi holt bitterste Bestzeit seiner Karriere
Michael Schumacher auf dem Circuit des Monaco. (Quelle: dpa)

Formel-1-Star wird strafversetzt. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Marken-
drucker. von druckerzubehoer.de

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige