Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Innenpolitik >

G8-Proteste: Demonstrationen in Rostock weitgehend friedlich

...

Demo in Rostock weitgehend friedlich

04.06.2007, 15:04 Uhr

Nach den heftigen Krawallen gegen den G8-Gipfel am Wochenende haben am Montag tausende Demonstranten weitgehend friedlich für bessere Lebensbedingungen von Ausländern demonstriert. Der Protestzug wurde von den Organisatoren allerdings vorzeitig beendet. Nach Angaben der Polizei kam es mehrfach zu Zwischenfällen, 49 Demonstranten wurden festgenommen. Zuvor war es im Stadtteil Lichtenhagen zu Rangeleien zwischen Beamten und Demonstranten gekommen.

Start verzögerte sich
Mit mehrstündiger Verspätung startete am Nachmittag eine Demonstration zum Rostocker Stadthafen, dem Schauplatz der Krawalle vom Samstag. Unter dem Motto "G8 entmachten - Krieg verhindern" nahmen nach Angaben der Polizei rund 10.000 Menschen an dem Protestzug teil. Er war zwischenzeitlich verboten worden, weil einige Demonstranten gegen das Vermummungsverbot verstießen und Steine zum Werfen sammelten.

G8-Proteste
Polizeigewerkschaft"Hart bestrafen"
Bunt und vielfältig
Foto-Serie

Demo umgeleitet
Unter den Demonstranten befanden sich nach Schätzungen der Polizei 2500 Gewaltbereite. Die Polizei entschied schließlich, dass die Demonstration nicht ins Stadtzentrum, sondern zum Warne-Ufer führen sollte. Zur Begründung wurde angegeben, dass die ursprüngliche Route nur für 2000 Demonstranten genehmigt gewesen sei. Die Organisatoren erklärten den Marsch daraufhin für beendet und riefen zur Beteiligung an einer weiteren Kundgebung am Stadthafen auf. Sie sprachen von einer massiven Provokation der Polizei: "Hier ist keine Deeskalation seitens der Polizei zu erkennen", kritisierte Sprecher Olaf Bernau. Agenturmeldungen zufolge machen sich weitere Autonome aus dem ganzen Bundesgebiet nach Rostock auf.

Mehrere Festnahmen
Am Morgen hatten bereits mehrere hundert Demonstranten friedlich die Ausländerbehörde blockiert. Sie forderten unter anderem "mehr Bewegungsfreiheit für Migranten" und eine Umkehr in der Asylpolitik. Unter den Demonstranten waren etwa 200 bis 300 Mitglieder des gewaltbereiten "Schwarzen Blocks", der die Krawalle - auch nach Angaben friedfertiger Protestgruppen - am Samstag losgetreten hatte. An verschiedenen Orten gab es Festnahmen nach Rangeleien mit Beamten. Flaschen flogen auf die Beamten. "Wir haben die Lage im Griff", sagte ein Sprecher der Polizei.

Regierung: Grenzkontrollen reichen aus
Das Innenministerium wies Kritik zurück, dass potenzielle Gewalttäter an deutschen Grenzen unzureichend kontrolliert worden seien. Seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen wegen des Gipfels hätten die Grenzschützer rund 500.000 Personen überprüft und 85 zurückgewiesen. Nach Angaben des Ministeriums stammten 19 der insgesamt 124 fest- oder in Gewahrsam genommenen Randalierer in Rostock aus dem Ausland.


Wer ist verantwortlich?
Bayerns Innenminister Günther Beckstein hält auch die Veranstalter der Demonstrationen für mitverantwortlich für die Krawall am Wochenende, bei denen rund 1000 Menschen verletzt wurden. Die Veranstalter hätten nicht genügend Ordner gehabt. "Das gibt es keinerlei Vorwürfe gegen die Polizei, sondern auf Seiten der Veranstalter ist das falsch gelaufen." Beobachter der Anti-G8-Demonstration sprachen dagegen von einer Überreaktion der Polizei. Elke Steven vom Komitee für Grundrechte und Demokratie sagte: G8-Kritiker fühlten sich zunehmend bedroht.

Schwarzer Block
Flash-Grafik
Foto-Serie Der Club der Mächtigen
Hintergrund Was ist Globalisierung?


Demoverbot beschäftigt Karlsruhe
Beim Verfassungsgericht in Karlsruhe ging derweil die Verfassungsbeschwerde der Globalisierungskritiker gegen das Demonstrationsverbot rund um den Tagungsort in Heiligendamm ein. Die Richter wollen am Dienstag oder Mittwoch eine Entscheidung treffen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hatte ein polizeiliches Demonstrationsverbot im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern um den Sicherheitszaun in Heiligendamm bestätigt.


Anzeige

 

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"G8-Proteste: Demonstrationen in Rostock weitgehend friedlich" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "G8-Proteste: Demonstrationen in Rostock weitgehend friedlich" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "G8-Proteste: Demonstrationen in Rostock weitgehend friedlich"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige