05.06.2007, 19:40 Uhr
US-Präsident George W. Bush ist zum G8-Gipfel in Deutschland eingetroffen. Die "Air Force One" landete am Dienstagabend auf dem weiträumig abgesperrten Flughafen Rostock-Laage. Rund 1000 Demonstranten in der Nähe des Flughafens empfingen den US-Präsidenten mit Pfiffen und Protestrufen wie "Bush go home" oder "Fuck Bush". Einige hielten Transparente unter anderem mit der Aufschrift "G-8 = Kriegstreiber" hoch. Festnahmen oder Ausschreitungen gab es nicht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
G8-Klimaverhandlungen
Wirtschaftsinteressen
"Trojanisches Pferd"
Proteste verlaufen friedlich
Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff, begrüßte das Präsidentenpaar. Bush flog anschließend mit einem Hubschrauber zum Gipfelort Heiligendamm. Dort wird er noch vor dem offiziellen Beginn des dreitägigen Gipfels Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Die G8-Präsidentin wird außerdem jeweils einzeln mit Italiens Regierungschef Romano Prodi, Russlands Präsident Wladimir Putin und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy sprechen.
Merkel demonstriert Optimismus
Am Abend kommen die Staats- und Regierungschefs mit ihrem Partnern auf Einladung Merkels auf "Gut Hohen Luckow" zwischen Rostock und Bad Doberan zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen. Die Kanzlerin glaubt an den Erfolg des Treffens: "Ich bin optimistisch, dass wir einen guten Gipfel erleben können."
Urteil
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Klimaschutz und Raketenabwehr
Ein Streitpunkt ist das Thema Klimaschutz. Während die deutsche G8-Präsidentschaft auf international verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid pocht, lehnen vor allem die USA fest vereinbarte Ziele unter dem Dach der Vereinten Nationen ab. Bush und Putin steuern zudem auf eine offene Konfrontation im Raketenstreit zu. Auf der Tagesordnung der Staats- und Regierungschefs stehen auch die festgefahrene Welthandelsrunde, der Schutz von Erfindungen und die sozialen Folgen der Globalisierung.
G8-Gipfel
Foto-Serie Der Club der Mächtigen
Hintergrund Was ist Globalisierung?
Demonstranten wollen Straßen blockieren
Das Treffen in Heiligendamm ist der Höhepunkt der deutschen G8-Präsidentschaft, die noch bis Ende des Jahres läuft. Der Gipfel wird vom größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik begleitet - insgesamt sind 16.000 Beamte im Einsatz. Globalisierungskritiker wollen heute die Anreise der Staats- und Regierungschefs sowie deren Delegationen behindern. Dazu soll der Weg vom Flughafen ins Tagungshotel blockiert werden. Die Organisatoren erwarten mehrere tausend Teilnehmer.
Quelle: dpa , AFP
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