25.05.2011, 10:56 Uhr
Futtermittel: Seit dem Dioxin-Skandal im Januar hat die Bundesregierung die Panscher ins Visier genommen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Bundesregierung will den Strafrahmen für Futter-Panscherei verschärfen. Statt nur als Ordnungswidrigkeit soll das Delikt künftig als Straftat eingestuft werden, kündigte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an.
"Künftig wird es als Straftat geahndet, wenn Unternehmer inakzeptable Lebensmittel oder unsichere Futtermittel vorsätzlich in den Verkauf bringen und sich dadurch größere Vermögensvorteile verschaffen", sagte Aigner der "Passauer Neuen Presse". Darauf habe sie sich mit Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geeinigt.
Kriminellen Panschern drohen dann bis zu zwei Jahre Haft. "Die Geldbuße bei Fahrlässigkeit wird verdoppelt", sagte Aigner. Die Pläne sind Teil eines Aktionsprogramms, das als Reaktion auf den Dioxin-Skandal im Januar erarbeitet wurde.
Quelle: dpa
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