19.04.2011, 16:40 Uhr | dapd
Berlin (dapd-bln). Ein Fußball-Profi des Potsdamer Drittligisten SV Babelsberg 03 steht unter dem Verdacht, als Mitglied einer Räuberbande Spielhallen in Berlin überfallen zu haben. Der Verein sei am Montagnachmittag informiert worden, dass ein entsprechender Verdacht gegen den Spieler Süleyman K. vorliegt, wie der Geschäftsführer des Vereins, Ralf Hechel, am Dienstag in Potsdam auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd sagte. Zu dem laufenden Verfahren werde sich der Verein nicht äußern, fügte Hechel hinzu. Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Staatsanwaltschaft sollten die insgesamt sechs am Montag festgenommenen Verdächtigen noch im Laufe des Dienstags einem Richter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt werden.
Die Tatverdächtigen im Alter von 17 bis 22 Jahren sollen nach bisherigen Ermittlungen mindestens acht Spielhallen in den Stadtteilen Moabit, Gesundbrunnen und Wedding überfallen haben, wie die Polizei mitteilte. Die Kerngruppe um einen 21-jährigen Haupttäter erbeutete dabei im Verlaufe der vergangenen Monate einen fünfstelligen Gesamtbetrag.
Bei ihren Überfälllen ging die Bande laut Polizei zumeist mit äußerster Brutalität gegen die Spielhallen-Angestellten vor. Die Mitarbeiter wurden zusammenschlagen, mit Pfefferspray besprüht sowie mit Hieb- und Stichwaffen bedroht. Die Automaten hebelten die Täter mit einem sogenannten Kuhfuß auf.
Die Täter waren in der Bastianstraße in Gesundbrunnen festgenommen worden. Unter ihnen befand sich auch ein sogenannter Intensivtäter. Die sechs hatten zuvor ein Automatenspielcasino ausgeraubt. Die Fahnder stellten die Männer in der Wohnung eines 20 Jahre alten Tatverdächtigen.
dapd
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