Der Komodo-Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für Taucher (Quelle: imago)In der Nähe der indonesischen Urlaubsinsel Bali sind fünf Europäer nicht von einem Tauchgang zurückgekehrt. Die drei Frauen und zwei Männer aus Großbritannien, Schweden und Frankreich seien im Komodo-Nationalpark bei den Nusa-Tenggara-Inseln östlich von Bali getaucht und würden seit einem Tag vermisst, sagte am Freitag der Polizeichef des Bezirks Manggarai Barat, Butje Hello. Ein Rettungsteam der Polizei und der Marine habe am Morgen nach den Tauchern gesucht. "Es gab aber keine Ergebnisse." Erschwert wurde die Suche dadurch, dass wegen Treibstoffmangels keine Rettungsflugzeuge starten konnten.
Vermisste ist selbst Tauchlehrerin
Den Polizeiangaben zufolge handelt es sich bei den Tauchern um zwei britische Frauen und einen britischen Mann sowie eine Schwedin und einen Franzosen. Der Ehemann einer der vermissten Britinnen, Ernest Lewandowski, berichtete, seine Frau und er seien am Donnerstag in zwei verschiedenen Tauchergruppen unterwegs gewesen. Er habe das Verschwinden der anderen Gruppe erst bemerkt, als er mit seinen Tauchern nach einer Stunde unter Wasser wieder auftauchte. Lewandowski und seine Frau Kathleen Mitchinson betreiben auf der nahegelegenen Insel Flores eine Tauchstation.
Kein Treibstoff für Flugzeuge
"Ich bin mit einem Schnellboot alle Gewässer und Strände in der Umgebung abgefahren", berichtete Lewandowski. Am Freitagmorgen habe es dann eine groß angelegte Suchaktion gegeben. "Aber wir haben Schwierigkeiten, Flugzeuge in die Luft zu bekommen, weil es keinen Treibstoff gibt." Den Vermissten renne die Zeit davon, warnte Lewandowski mit brechender Stimme. "Es ist glühend heiß da draußen."
Taucherparadies mit gefährlichen Strömungen
Eine Sprecherin des Außenministeriums in London sagte, Großbritannien unterstütze die örtlichen Behörden. Der Komodo-Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für Taucher. Er ist bekannt für seine spektakulären Korallenriffe und Fische - aber auch für seine starken Strömungen.