Fünf Männer sind in Australien wegen der Planung von Terroranschlägen schuldig gesprochen worden. Die Muslime zwischen 25 und 44 Jahren hatten laut Anklage Chemikalien gebunkert und besaßen detaillierte Anleitungen, wie man daraus möglichst tödliche Bomben bastelt.
Mit dem Urteil am Freitag ging einer der längsten Terrorprozesse in der australischen Geschichte zu Ende. Er hatte vor zehn Monaten begonnen.
Männern droht lebenslange Haft
Den Männern droht lebenslange Haft. Die Strafe wird später festgelegt. Vor dem Gerichtsgebäude in einem Vorort von Sydney randalierten nach Augenzeugenberichten Sympathisanten der Männer, als das Urteil verkündet wurde.
Rache an der australischen Regierung
Die Männer waren im November 2005 festgenommen worden. Ladenbesitzer hatten die Behörden informiert, weil sie misstrauisch wurden, nachdem die Männer ungewöhnlich große Mengen an Chemikalien bestellt hatten. Nach Angaben des Staatsanwalts wollten sie sich wegen der Kriege in Afghanistan und dem Irak an der australischen Regierung und der Bevölkerung rächen. Australien war unter der früheren konservativen Regierung einer der engsten Verbündeten der USA.
Videos glorifizieren Anschläge vom 11. September
Bei den Männern wurden große Mengen Material über das Terrornetzwerk Al-Kaida gefunden sowie Videos, die Terroranschläge wie die im September 2001 in New York glorifizierten. Unklar blieb, ob sie je einen konkreten Anschlag geplant hatten.