28.03.2010, 13:19 Uhr | dpa, AFP
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy musste bei den Regionalwahlen eine empfindliche Niederlage einstecken (Foto: AP)
Bei der Regionalwahl in Frankreich hat das Drei-Parteien-Bündnis der Linken der konservativen Partei von Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine verheerende Niederlage zugefügt: Nach ersten Hochrechnungen konnte der Pakt von Sozialisten, Grünen und Kommunisten in 23 der 24 Festlandregionen siegen.
Schwacher Trost für das Regierungslager: Im Elsass behauptete sich die UMP. Dennoch ist der Ausgang der Regionalwahl ein herber Dämpfer für Sarkozy zwei Jahre vor der nächsten Präsidentschaftswahl. Die Sozialisten um ihre Parteichefin Martine Aubry sehen sich dagegen im Aufwind. Viele konservative Stammwähler sind von Sarkozy enttäuscht. Die UMP blieb schon in der ersten Runde unter 40 Prozent.
Nach einem Anteil von gemeinsam 53,5 Prozent der Stimmen vor einer Woche schmiedeten die Sozialisten Bündnisse mit der grünen Sammelpartei Europe Ecologie und der Linksfront, der auch die Kommunisten angehören. In der zweiten Runde konnten sie laut dem Meinungsforschungsinstitut OpionWay ihren Vorsprung auf 54,3 Prozent ausbauen, die UMP kam nur noch auf 36,1 Prozent.
Die Wahl wurde weithin als Stimmungstest für die Regierungspolitik gewertet. Die Identität der erst in den 80er Jahren gegründeten Regionen ist nicht sehr stark ausgeprägt. Sie sind unter anderem für Schulen und Transport zuständig.
Quelle: AFP , dpa
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