06.10.2011, 20:40 Uhr
Ein mehrfach vorbestrafter Mann hat in Ostfrankreich in einem Zug einen Schaffner lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsbahn SNCF schwebt der 54-Jährige "zwischen Leben und Tod". Der Täter wurde den Angaben zufolge überwältigt und der Polizei übergeben. Zahlreiche Bahnbedienstete legten am Nachmittag ihre Arbeit nieder.
Der Schaffner wurde von dem Angreifer mit einem Messer acht Mal in den Körper gestochen, sagte die Sprecherin. Er wurde mit schweren Verletzungen unter anderem im Bauch mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus der ostfranzösischen Stadt Besancon gebracht.
Der französischen Bahn zufolge war der Zugverkehr vor allem in Ostfrankreich, aber auch in anderen Regionen, stark beeinträchtigt. Im Osten des Landes fielen demnach rund 70 Prozent der Züge aus. Betroffen waren auch die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Paris und Straßburg.
Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der aus dem Elsass stammende Angreifer auf der Fahrt von Lyon nach Straßburg geschlafen, als er von zwei Schaffnern geweckt wurde, die seine Fahrkarte kontrollieren wollten. Daraufhin sei der Elsässer aggressiv geworden, habe die Schaffner und Mitreisende beschimpft und schließlich ein Messer gezogen. Nach Polizeiangaben war der Mann bereits vier Mal wegen tätlicher Angriffe verurteilt worden.
Quelle: AFP
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