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Frankfurter Burka-Trägerin kündigt Job bei der Stadt

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Frankfurter Burka-Trägerin kündigt Job bei der Stadt

04.02.2011, 08:03 Uhr

Hessen hat schon ein Burka-Verbot im Dienst erlassen, Niedersachsen will folgen (Foto: dapd)

Hessen hat schon ein Burka-Verbot im Dienst erlassen, Niedersachsen will folgen (Foto: dapd)

Die Muslimin, die mit einer Burka voll verschleiert in der Frankfurter Stadtverwaltung arbeiten wollte, hat gekündigt. "Das Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich zum 31. Januar 2011 ohne Zahlung einer Abfindung oder sonstigen finanziellen Leistung beendet", teilte die Stadt Frankfurt mit.

Die 39 Jahre alte Frau mit marokkanischen Wurzeln wollte nach dem Ende ihrer Elternzeit mit Burka an ihren Arbeitsplatz im städtischen Bürgeramt zurückkehren. Um dies zu verhindern, erließ Hessen am Mittwoch als erstes Bundesland ein offizielles Burka-Verbot im öffentlichen Dienst. Bislang hatte die vierfache Mutter im Bürgeramt mit einem Kopftuch gearbeitet. Ab 1. Februar wollte sie im Dienst eine Burka tragen. Seither war sie jedoch nicht an ihrem Arbeitsplatz erschienen.

Frau schlug Auflösungsvertrag vor

"Die Mitarbeiterin wollte nicht mehr länger im Interesse der Öffentlichkeit stehen", teilte Planungsdezernent Markus Frank mit. Die Stadt freue sich, dass der Konflikt "durch die jetzt gezeigte Kooperationsbereitschaft" der langjährigen Mitarbeiterin schnell gelöst werden konnte. Die Frau habe die Auflösung ihres Arbeitsvertrags selbst vorgeschlagen.

Nach Hessen prüft nun auch Niedersachsen ein Gesetz gegen die Ganzkörperschleier in Ämtern und Behörden. "Die Burka hat im öffentlichen Dienst nichts zu suchen", sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".

Bosbach: Burka im Dienst jetzt schon verboten

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Innenausschusses des Bundestages, Wolfgang Bosbach (CDU), ist schon nach geltender Rechtslage das Tragen einer Burka im öffentlichen Dienst verboten. Bosbach sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Gerade im öffentlichen Dienst muss man am Arbeitsplatz sein Gesicht zeigen. Gegenüber Kollegen und gegenüber dem Bürger, für den man da ist."

Wer das nicht wolle, könne somit weder in einer Kommune noch auf Landes- oder Bundesebene im Staatsdienst tätig sein. Sollten Gerichte irgendwann einmal Ganzkörperverschleierungen tatsächlich am Arbeitsplatz für zulässig erklären, "dann müsste der Staat allerdings reagieren und ein Burka-Verbot erlassen", sagte Bosbach.


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Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (8)

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Thema: "Frankfurter Burka-Trägerin kündigt Job bei der Stadt"

Cicero schrieb: am 3. Februar 2011 um 18:52:29
(1) (0) Burka
Gar nicht schlecht, die Textil-Käfighaltung. Da weiß man nie, wer morgens zur Arbeit kommt....

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Dieter schrieb: am 3. Februar 2011 um 18:51:51
(1) (0) Richtig so!
Eine Burka sollte unter das Vermummungsverbot fallen und das nicht nur während einer Demonstration. Ferner sollten Menschen,
die sich nicht den deutschen Gebräuchen anpassen, keinen Job im Öffentlichen Dienst bekommen oder verbeamtet werden.
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Hertel schrieb: am 3. Februar 2011 um 18:41:54
(1) (0) Burka-Verbot
Was soll dieses Verbot ? Eine Burka fällt doch eindeutig unter das Vermummungsverbot. Und das gilt doch in der BRD. Oder bin
ich da falsch informiert ?
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