Ein Wissenschaftler vergleicht den Schädel eines Straußes (l.) mit dem Schädel eines der gefundenen Dinosaurier (Quelle: AP)
Vor 90 Millionen Jahren versank eine Herde junger Dinosaurier im Schlamm eines Sees, der später zur Wüste Gobi wurde. Die straußenähnlichen Tiere der Art Sinornithominus konnten sich nicht mehr befreien, verendeten und wurden von Wasser und Schlamm konserviert. In jahrelanger Arbeit haben Wissenschaftler die Skelette ausgegraben. Sie sprechen von einem Glücksfall, da sie sich durch den Fund einer ganzen Herde Rückschlüsse auf die Lebensweise der Tiere erhoffen.
"Das ist eine sehr aufregende Entdeckung, weil wir in 99,9 Prozent der Fälle eine Gruppe von Skeletten finden, die zu unterschiedlichen Zeiten verendet sind", sagte Paul Sereno von der Universität Chicago.
Sereno war als Forscher an den 20 Jahre dauernden Ausgrabungen der Skelette beteiligt. Erste Knochen waren schon 1978 entdeckt worden, die Größe und Bedeutung des Fundes wurde aber erst 2001 deutlich, als 25 Skelette der "Chinesischen Vogelmimen" ausgegraben wurden.
In der Stadt Hohhot in der Inneren Mongolei werden zur Zeit zwei lebensgroße Modelle der gut 1,20 Meter großen Skelette ausgestellt. Die Skelette wurden zur wissenschaftlichen Auswertung zur Universität von Chicago gebracht, sie sollen bis Ende des Jahres nach China zurückkehren.