20.06.2011, 18:47 Uhr
Die Ozeane, bieten eine beeindruckende Artenvielfalt, wie hier am "Bärtigen Drachenkopf" zu sehen. Könnte es mit der Pracht wegen der Umweltverschmutzung früher als befürchtet vorbei sein? (Foto: imago) (Quelle: imago)
Ein Massenartensterben in den Ozeanen, wie es sich zuletzt vor 55 Millionen Jahren ereignete, befürchten Forscher aus sechs Ländern. "Die Ergebnisse sind schockierend", fasste der wissenschaftliche Leiter des Internationalen Ozean-Programms (Ipso), Alex Rogers, einen veröffentlichten Bericht von 27 Experten zusammen.
Faktoren wie Erderwärmung, Überfischung und Schadstoffbelastung wirkten sich zusammen so auf die Meere aus, wie es bisher noch nie habe festgestellt werden können.
Im schlimmsten Fall könnte es den Forschern zufolge zu einem sechsten großen Artensterben in der hunderte Millionen Jahre alten Geschichte der Ozeane kommen.
Während die bisher aufgetretenen Fälle von großen Artensterben beispielsweise auf Asteroideneinschläge zurückzuführen gewesen seien, wäre es dann zum ersten Mal eine von Menschenhand gemachte Katastrophe. Die Experten behaupten indes nicht, dass es definitiv dazu kommen muss - sie schätzen die Wahrscheinlichkeit jedoch als hoch ein.
Allein die Kohlendioxidkonzentration in den Ozeanen sei derzeit deutlich höher als beim letzten Massensterben. Damals verschwand fast die Hälfte der Tiefseetiere. Bestimmte Stoffe wie künstlicher Moschus aus Reinigungsmitteln sei inzwischen sogar im Polarmeer und auch in den Fischen zu finden.
Die Forschungen des Internationalen Ozean-Programms (Ipso) brachten Experten aus verschiedenen Bereichen wie Fischerei, Toxikologie oder Korallenriff-Forscher zusammen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit habe man festgestellt, dass die Schäden, die die Menschheit den Ozeanen zufügt, weitaus höher seien, als die verschiedenen Experten bisher individuell hätten feststellen können, so Ipso-Leiter Rogers.
Das Schmelzen des Eismeeres, das Ansteigen des Meeresspiegels oder die Freisetzung von Methan, das sich auf dem Grund festsetzt, beschleunigten sich. Eine Schätzung, wann es zum Artensterben kommen könnte, liefern die Experten nicht, aber Rogers warnt: "Wir haben Veränderungen festgestellt, die wesentlich früher eingetreten sind, als wir angenommen hatten oder welche, die bereits aufgetreten sind, obwohl wir sie erst in Hunderten von Jahren erwartet hätten."
"Der Ozean ist das größte Ökosystem der Erde, der unsere Welt bewohnbar macht", mahnten die Forscher. Sie verbinden ihre Forschungsergebnisse daher mit einigen Forderungen. So soll die Emission von Treibhausgasen drastisch reduziert werden. Die ausbeuterische Überfischung müsse - vor allem auf hoher See - gestoppt werden. Und die Schadstoffbelastung durch Plastik, Düngemittel und Abfälle müsse ebenfalls reduziert werden.
Quelle: t-online.de , AFP
Katar Shanwasha schrieb:
am 20. Juni 2011 um 21:41:17
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Kaputtes Deutschland
Uwe schrieb: am 20. Juni 2011 um 21:22:22
Macht Die Macht des Einzelnen wird unterschätzt. Liebe Freunde der schönen
Erde und der kommenden Generationen steht auf aus eurem bequemen Sessel und kauft kosequent nur noch nachhaltige Produkte und geht auf die Straße. oooooo Bitte, bitte machen SIE den Anfang, die Anderen laufen dann schon nach. Herdentiere wie hier zu lesen.
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Phantom schrieb:
am 20. Juni 2011 um 21:40:46
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@HansNet
Was soll die Frage nach Kindern?Die werden Ihre eigenen Fehler machen und die danach kommen,wieder andere.Man kann nur hoffen,die
haben ein kritisches Denken und steigen nicht auf jeden Mist ein.Immer locker bleiben.
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Stefan schrieb:
am 20. Juni 2011 um 21:39:35
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Artensterben in den Ozeanen
Was wird da mit Millionen von Jahren rumgeworfen! Die waren dabei, dass sie so genau bescheid wissen? Die haben
doch nur eine Uhr ohne Zeiger! Was das Sterben im Meer betrifft: Ölpest, Fukushima, Verseuchung durch Chemikalien usw. Kein Wunder, dass sich die Prophezeiung aus der Offenbarung nicht nur symbolisch erfüllt- Ein drittel der Meere....
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